Hanns Seydel

DIE TSUNAMIS (ERDBEBENWOGEN)


Der Tsunami ist `ne Abfolge
von extrem lang` Wasserwelln.
Es ist ein grauenhafter Stoffe,
wie sichs kann Keiner vorstelln.
Ein` Verschiebung des weiten Meer`
infolge ein` Verdrängung kommt daher.

Der Erde Platten beben,
unheimlich sie sich bewegen.
Erschüttert wird der Menschen Leben,
es kommen Angst und Schrecken.
Es kann nichts Schlimmres geben,
überall dort fehlt der Segen.

Wie wenn käm` der Hölle Tief` nach oben
ist Tsunamis maßlos wildes Toben.
Der Beigeschmack des Üblen
muss immer alles trüben.
Finster und gefahrvoll ist die Szenerie,
ein Grauen kommet wie sonst nie.

Krass brandend ist des Bodens Zittern,
übertreffend krasseste Gewittern.
Zerknirscht sind die Gemüter,
denn stark` Natur ist der Gebieter.
Machtlos gegen Schicksals und Natures Mächte
sind des Menschens allerhöchste Kräfte.

Des Menschen Angst wächst höher,
das Tragische kommt immer näher.
Des Menschen Leben ist gefährdet,
wenn das Unheil sich gebärdet.
Endzeitstimmung macht sich breit,
Verzweiflung kommet weit und weit.

Mensch und Tier sind wild erregt,
das Grauenhaft`, sie krass bewegt.
Der harte Stern des Todes,
nicht strahlt er sonnenklar.
Das Grausige Naturens Mordens
macht jede Hoffnung rar.

Die Tiere sind nicht mehr stumm,
der Wind, er wird zum Sturm.
Der Adler fliegt in sein Riesennest,
der Falke folgt dem Raben heimwärts.
Die Krähen krächzen schaurig fest
und im Winde weiter gärts.

Zerstörungswut in schlimmst` Manier
krass und krasser sehen wir.
Die starken Boot` der Küstenwache,
an Land sie werd` gespült.
Tsunami wütet wie ein Drache,
sein Feuer wird nicht abgekühlt.

Küstenstreifen werden überschwemmt,
Tsunami wütet, wütet ungehemmt.
Fürchterlichste Mammutwogen,
vom Wasser hatten sich erhoben.
Mensch und Tier sind angsterfüllt,
ahnend, dass hier nichts mehr hilft.

Der Tragik schlimmste Töne
zerstören stets das Schöne.
Und Gigantentragik haftet Dramen an,
wenn die Nature zeiget, was sie kann :
Des Todes Kralle wütet wild
und malt ein grausam grelles Bild.

Bis zum zwanzigsten Jahrhundert,
Tsunamis bitter sind bekannt.
Der Mensch war herb verwundet,
die Welt er krass nicht mehr verstand.
Denn Zerstörung ist Tsunamis Absicht,
um auszulöschen jedes Licht.

Die schlimmsten kamen dann jedoch
im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Verwüstung ist hier noch und noch,
erbarmungslos, Tsunami hat verändert.
Die angerichtet` Schäd` sind unermesslich,
denn der Tsunami ist immer unersättlich.

Beim Tsunami von Zweitausenddrei,
das Unheil kommet krassest neu.
Vor Algerien war der Erde Beben,
das bewirkt` Tsunamis Streben.
Mehr als zweitausend Menschen
verlorn in dieser Höll` ihr Leben.

Beim Tsunami von Zweitausendvier,
der so wild war wie ein schlimmer Stier,
starben Hunderttausende Menschen,
nichts Schlimmres kann man nennen.
Eine Flutwelle wie noch nie gekannt
erforderte Opfer in Afrikas Land.

Auch von Zweitausendsechs bis Zweitausendachtzehn
warn wie vorher nur Zerstörung, Verwüstung anzusehn.
Geg` Tsunamis unheilvolle Macht kann nichts bestehn,
unerbittlich lässt sie Stärkstes und Massivstes untergehn.
Häuser, die aus Holze warn, zerstört sie lagen da,
ein Chaos wie noch nie geschehn, fürchterlich man sah.

Menschen rennen um ihr Leben,
alle Tiere angstvoll wimmern.
Doch es wird kein` Lösung geben,
denn das Unglück ist am Schimmern.
Und die Angst vergehet nie
vor einem neu` Tsunami !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 09.10.2020 - 10.11.2020

( Werk 189 )



 

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