Volker Oslender

Spuren

Traumlos getränkter Weltenwahn
Schüttet Sirup der Verwesung über deine Felder
Jene, die sich sirrend brechen ihre Bahn
Im gähnend Schlund der Kuppelwälder

Der Mond sitzt feist und fett und träge
Im Schoß der ruchlosen Gestalt
Hörst du den Gesang des Knechts, als läge
Er in milchig Schlieren in der Ästen Spalt?

Der Wind trägt donnernde Verdammnis
Entwurzelt jene, die sich klamm umschlingen
Rau Seelenfäulnis in sich tragen bis
Stumme Klagen des Gebets erklingen

So lass uns greifen dieses blattlose Geäst
Und in der irrlichternd Verheißung tanzen
Bis bröselnd rieselt der zermalmte Rest
Auf die Spitzen uns gebroch'ner Lanzen

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