Gabriele A.

Im Nebeldunst der Zeit

 

Durch die Morgendämmerung
ziehen trübe Nebelwehen
einsam und verlassen
liegt der Park in seinem Dunst

Auf den vielen Bäumen
welche den Sommer verloren haben
krächzen Raben auf den knorrigen Ästen
als wollten sie ein letztes Mal die Wärme
der Sonne herbei rufen

Still und stumm ist es geworden
und wieder einmal streift die
November-Melancholie einsame Seelen
und die Schwermut zieht ihre Kreise
wie der geworfene Stein in dem kleinen See
wenn er über die Oberfläche springt

Auf der Bank am Weiher
sitzt
eine ältere Frau 
tief gebeugt in Gedanken versunken
füttert sie die hungrige schnatternde Entenschar
Und ein weiterer trister Novembertag
ertrinkt im Grau
mit all den Farben ihres Gemüts

 

© Nordwind

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