Klaus Lutz

Das Zimmer

 

 

Das Zimmer

 

Die Wände sind voller Flecken. Die Beine vom Sofa
sind wacklig. Die Bänder der Jalousien sind zerrissen.
Dem Zimmer fehlt Kunst: "Den Flecken fehlt Farbe!
Also male ich Ihnen einige Bilder! Den wackligen
Beinen fehlt Musik! Also singe ich ihnen ein Lied! Den
Bändern, der Jalousien, fehlt Unterhaltung! Also tanze 
ich für sie Walzer!" Dann antwortet das Leben: „Und
ich sitze in dem Zimmer! Und finde die Welt voller 
Freunde! Und sehe Clowns die lächeln!“


Die Decke ist voller Staub weben. Die Lampe hängt
an zwei Drähten. Das Poster klebt halb an der Wand. 
Dem Zimmer fehlt Poesie: "Den Staub weben
fehlt Phantasie! Also kaufe ich für sie Blumen! Den
Drähten fehlt Charme! Also denke ich mit Ihnen Strände!
Der Wand fehlt Perfektion! Also erzähle ich Ihr ein
Märchen!" Dann antwortet die Kunst: "Und ich sitze in
dem Zimmer! Und sehe den Tag voller Wunder! Und
finde Denker die spielen!"

 

 

Die Tür ist voll von Kratzern. Das Regal ist mit  grauer
Kleidung gefüllt. Der Stuhl steht kaputt in der Ecke.
Dem Zimmer fehlt Wärme: "Den Kratzern fehlt
der Spaß! Also gehe ich mit Ihnen in den Zoo! Die
Kleidung ist ohne Feste! Also kaufe ich ihr eine
Waschmaschine! Der Ecke fehlt Glanz! Also schenke
ich Ihr eine Puppe!" Dann antwortet die Liebe: "Und
ich sitze in dem Zimmer! Und denke, den Mensch, 
mit Wahrheit! Und finde Engel die küssen!"

 

 

Ich sitze in dem Zimmer. Sehe was das Leben will.
Und gebe ihm ein Lächeln. Weiß was die Kunst sagt.
Und glaube wieder an Wunder. Höre was die Liebe 
weiß. Und finde wieder den Himmel. Und fleckiges
wackliges und zerrissenes geht. Und staubiges,
drahtiges und klebriges geht. Und verkratztes graues
und kaputtes geht. Dann antwortet der Himmel:
"Und ich sitze in dem Zimmer! Denke mir Sätze die
lieben! Ich sehe wieder das Leben! Die Welt ist
gerettet!'

 

(C)Klaus Lutz

 

 

 

Ps. ​Am 17.11.2020 um 13:02:12 Uhr
​die copyrights gesichert!​​

 

Hallo!


Die Idee ist gut. Das erinnert mich an ein anderes Gedicht, von mir. Ich weiss nicht mehr wie der Text war. Es waren ein paar ganz einfache Sätze. Es wurde damals veröffentlicht. Vor mehr als dreißig Jahren. Und damals ging ich immer zu Tchibo einen Cafe trinken. In der Turmstrasse. Und dort kannten mich einige Leute. Die haben mich dann gefragt warum ich das geschrieben habe. Da dies ja jedes Kind weiss. Es ging aber darum das immer gleiche Leben neu zu sehen. Und das konnte ich Ihnen nicht erklären. Da das ein Bewusstsein voraus setzt. Das ich bei den Leuten nicht sehen konnte. Es ist wie ein Gemälde richtig zu sehen. Mitten in dem Gemälde zu sein. Dann funktioniert das. Mit dem Denken, Fühlen und Wissen mitten im Leben zu stehen. Sich dem Augenblick ganz bewusst zu sein. Dann kommt die Klarheit was das Leben, die Musik oder ein Gedicht sagen will. Dann wird die Kunst perfekt. Und ist mehr ,als die Fehler die sich in ihr finden lässt. So mal kurz zur Erklärung zu diesem Gedicht! Ich kämpfe zur Zeit mit der Leukämie. Und nun deswegen nicht so auf der Höhe. Gestern als ich das Gedicht schrieb dachte ich mir schon: 'Etwas stimmt nicht mit Dir!" Dann hatte ich 38,5 Fieber. 38,5 ist noch erträglich. Geht aber auch auf den Keks. Bleibt dran! Denkt positiv! (C)Klaus Lutz
Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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