Patrick Rabe

All I wanna do - aus dem Radio...

„All I wanna do“ aus dem Radio,

der Pied Piper,

ab wann bar und nicht per Check zahlen zum Verbrechen erklärt wird,

Nummerncodes,

warum man nicht so schnell stirbt,

und in welchem Narrenkleid man ganz bestimmt gekreuzigt wird

 

 

„Alles, was ich haben will, ist `n bisschen Spaß, bevor ich sterb‘.“ ,

sagt das Mädchen neben mir und sieht mich groß an.

„Na, ich hoff, dass ich dir diesen Spaß dann nicht verderb‘“,

sage ich und seh die Ros‘ an.

„Was machen sie zur Zeit denn in L.A.,

was sehen sie sich dort für Shows an?“

„Na, jedenfalls lieber B.D. als zuviel Geld von Albert Grossman.“

 

„Ich bin nicht unbedingt so jemand, der die Welt zum Beben bringt,

und wenn ich hier bin, kann ich nicht gleichzeitig dort sein.

Ich wäre gern bei dir, weil dort das Lied der Liebe singt,

doch dafür muss ich erstmal geh’n und von hier fort sein.

Ich würde dir gern helfen, wo du bist,

wenn du in Not bist,  ruf den an, dem du vertraust.

Kennst du die Nummer, er geht ran und du bist sicher, dass er’s ist’,

dann geh zu ihm, bevor du grobe Scheiße baust.“

 

Die Sonne und der Mond, die Stimme aus dem Off,

der Carwash, und das Mädchen, das du triffst am letzten Tag.

Die Prophezeiung, die zwar eintritt, und das unverhofft,

jedoch der letzte Tag war’s nicht, wenn man mich fragt.

Glaub an dich selbst, dein Lieben, an Realität,

was du erlebst, ist wahr, kein Traum, mein Schatz,

wenn du den Zeichen folgst, bist du zur Nacht verdreht,

geh raus, doch niemals nackt auf einen Platz.

Geholfen hat es nichts, an allerhand zu glauben,

nur, wenn die Sonne scheint, dann sieht man mehr.

Ich will euch, was ihr liebt und braucht nicht rauben,

nur lauft bei Tage, und nicht buntgescheckten Pfeifern hinterher.

 

 

 

© by Patrick Rabe, 18. November 2020, Hamburg.

 

 

 

„All I wanna do“ ist ein Song von Sheryl Crow, B.D. ist Bob Dylan, der Mr. D. in dem gleichnamigen Song der Rolling Stones (Dancing with Mr. D.) hingegen ist der Teufel (Mr. Devil),  und der hier erwähnte, und in der angloamerikanischen Songlyrik des Folk und Rock’n Roll sehr populäre Pied Pieper (der buntgescheckte Pfeifer/Flötist) ist der aus der deutschen Volkssage bekannte „Rattenfänger von Hameln“, der zunächst zwar mit seiner hypnotischen Flöte die Stadt von den Ratten befreite, dann aber, als die Hameler ihm das Geld dafür nicht zahlen wollten, wiederkam und mit dem Klang seiner Flöte ihre Kinder weglockte und mit ihnen auf Nimmerwiedersehen im Gebirge verschwand. Laut der sage sind eine Ratte und ein Kind entkommen, und haben den Menschen und Tieren später davon berichtet, was in der Berghöhle des Pied Piper mit ihnen geschehen ist. Das bargeldlose Zahlen an sich ist nicht unbedingt problematisch, aber wenn es aus irgendeinem Grund zum Dogma erhoben wird (z.B.: Zahlen sie lieber bargeldlos, weil die Geldscheine gefälscht sein könnten, und an ihnen Viren wie Corona, Influenza oder SARS kleben könnten -an Kreditkarten natürlich nicht, ha,ha… -) sollte man zumindest als Christ ein wenig aufhorchen. Denn es heißt ja schon in der Offenbarung des Johannes „Man wird nicht mehr kaufen, noch verkaufen können, es sei denn man habe das Malzeichen des Tieres, seinen Namen, oder die Zahl seines Namens.“ Natürlich wird bei einer genauen Bibelexegese auch klar, dass es dabei nicht unbedingt um Strichcodes auf Kreditkarten geht, sondern um ein Malzeichen (ein Tattoo?) an der Stirn oder der rechten Hand. Dabei geht es offenbar um ein Symbol, das der Zahl 666 entspricht. Der 6. Buchstabe im hebräischen Alphabet ist das Waw, also das „W“. Jedoch im römischen Reich wurde an der Stelle, an die Johannes seinen Brief sandte (Provinz Asia), um 70 nach Chr. griechisch gesprochen und geschrieben. Der 6. Buchstabe ist dort das Zeta, also das „Z“.  Im restlichen römischen Reich wurde Latein gesprochen. Dort ist der 6. Buchstabe das Ef, also das „F“. Verschwörungstheoretiker dürfen also jetzt überlegen, ob man auf das w.w.w., das z.z.z. oder das f.f.f. achten muss. Ich tippe auf das Z. (Im Deutschen schlicht das Letzte und ein Schnarchgeräusch, im Griechischen hingegen aber ist das O , also „Omega“ der letzte Buchstabe. Vielleicht kommt ja bald mal ein Opel Omega in orange raus. Könnte man glatt für ein tickendes Uhrwerk halten. Das wär dann gefährlich.) Stay puft. Geht nicht in die Luft. (Frei nach dem Marshmallow Man und dem HB-Männchen.)

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