Volker Oslender

Wörter der Nacht

Akt I
Wörter der Nacht
Verhallen in besinnungslosem Stakkato
Heraus geschrien ausgespien
Teufelstänze im Brustkorb vollführend
Sich an Rippenbögen reibend
Höhnen sie klaustrophobisch
Bis der Vorhang fällt
Und sich der erste Rang besudelt nach Hause trollt
Der Rest des Auditoriums wirkt verlegen
Nestelt an Programmheften
Zupft imaginäre Staubflocken von Buntfaltenhosen
Und satinierten trägerlosen Sünden

Akt II
Wörter der Nacht
Berauschen sich an sich selbst
Improvisiert zementiert
Den Kehlkopf ummantelnd
Blinzelnd aus dem Rachen äugend
Entweichend: Ein Fluidum des Irrsins!
Schweerer Samt teilt Bühne und Saal
Im Parkett transpirieren die Kritiker
Der Rest des Auditoriums hüstelt noblem
Schluckt unmerklich
Und rutscht gesenkten Blickes
Das Polster speckig

Akt III
Wörter der Nacht
Neigen zum Drama im Drama
Zersetzend verletzend
Trocknen die Mundhöhle aus
Narben hinterlassend entrinnen sie dem Lippenbeben
Wie kantige Katapulte das Dunkel zerschneiden
Dies' Schlussbild lässt Mäuler erstarren und Ohren verstopfen
Distinguiert leeren sich die Reihen
Das Ensemble verbeugt sich voller Häme
Ahnend
Dass die Wörter der Nacht
Auch am nächsten Abend
Leiber erschüttern und Existenzen blank legen

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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