Claus Reessing

MIT DEM SPATEN IM GARTEN

Wassertropfen auf dem Spaten, verraten mir im Garten, dass, wenn ich jetzt nicht gehe, ich nicht überraschend gleich im Wasser stehe. Den Spaten zuvor in ein Rohr getrieben, worauf dem Wasser darin nur geblieben, nach Belieben, sich der Umklammerung zu entziehen, also dem Rohre nach allen Seiten zu entfliehen. In diesem Augenblick, sich dem strömenden Nass entgegenzustellen, ist völlig sinnlos, und erzeugt nur zusätzliche Wellen, die das Ganze nicht besser machen, bis auf die Tatsache, dass alle drumherum noch mehr lachen. Die Komik dieser Wassermassen, jetzt mal außer Acht gelassen, kann alles in der Nähe so viel Nässe nicht fassen, was infolge zu einer Überfeuchtung führt, welche man spürt, wenn die Kniekehle das Wasser berührt. Den Versuch, Haltung zu wahren, kann ich mir sparen. Viel wichtiger ist die Delle an der Stelle, wo die Ursache für diese Sinnflut liegt, bis irgendwann die Quelle vielleicht wieder versiegt. Wäre also schön, wenn jemand endlich die Zufuhr verriegelt, und nicht abgewiegelt, mit der Begründung, der Hahn wäre versiegelt. Inzwischen bin ich mir auch über den Geruch im Klaren, denn das Rohr war das, indem bis eben schmutziges Abwasser und sein Beifang waren. Mittlerweile hat sich zudem der Boden unter mir in Matsch verwandelt, was, wie ich finde, den Gesamteindruck im Garten zusätzlich verschandelt. Beim Versuch, sich von der Stelle zu bewegen, spüre ich, mein Körper wird sich in Kürze, in die Horizontale verlegen, denn bewegen lässt sich in diesem Sumpf, von meinen Füßen keiner, verflucht noch mal, nicht mal einer. Doch dank einer proportional zu hohen Kopflastigkeit, ist der Korpus bereit, sich weit nach vorne hervorzutun, in der Hoffnung, dann reißt es mich aus den Schuhen. Sollte das bezwingen der Schwerkraft gelingen, breche ich damit das Gesetz der Natur, danach schnell aufgewischt und durchgehackt und hinterher gibt's hier fast keine Spur. Nur, was mache ich mit dem Rohr das leckt, in dem noch immer tief unten, der Spaten steckt, verdeckt von einem kleinen See der stinkt, und mittendrin ein Spatenstiel, bei dem ist so ausschaut, als ob er winkt. Ganz ehrlich, ich scheiß auf den Stil, wobei, momentan ist hier davon eh schon zu viel.

​​​​​​Also bevor jetzt das Gerücht kursiert, das Ganze wäre mir passiert, schnell platziert, eine gute Alternative Geschichte , in der ich natürlich auf die mir zustehende Anerkennung verzichte. Denn nach meinem Kurzzeitgedächtnis, hat sich das Ganze wie folgt zugetragen, ich würde sagen, im Boden hat es ganz kräftig gerasselt, bevor kurz darauf aus dem selbigen das Wasser geprasselt , und die erste Wasserwand, fand irgendwo im Garten den Spaten, und ohne zu warten, hat sie diesen nach oben katapultiert, doch dessen Landung war nach dem Rückflug nicht gut platziert. Direkt aufs Rohr, und das ist dann eben ....... explodiert. Naja, passiert ist passiert. Da kann man doch froh sein, das hier nicht noch mehr detoniert. Ich finde, das klingt logisch und plausibel, die Geschichte ist abonniert.

Eins ist mal klar, ich bin für den Garten nicht geschaffen, in meinen Händen sind Spaten Waffen. Bevor ich also noch mehr Unheil anrichte, glaube ich, es ist besser wenn ich auf das Rasenmähen verzichte. Schade eigentlich, hätte ich gerne gemacht, doch meine Freizeit habe ich seitdem nie wieder mit Gartenarbeit verbracht.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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