Harry Krumpach

Ich wünscht

Ich wünscht, das Dunkel wäre zu Ende,
auf dass ich so Erlösung fände;
vom grausig, bösen Alp der Nacht,
den Finsternis zu mir gebracht.

Von schwarzen Dienern hergetragen,
hör ich entsetzt ihn lautlos sagen;
komm her zu mir, bleib nicht da liegen,
ich will deinen Verstand besiegen.

Dass in der Frühe du nicht weißt,
wer du noch bist und wie du heißt;
das schlussendlich, du bist nur,
ein hilflos Fetzen der Natur.

Der stammelnd, Worte suchend, spricht,
mit reinem Wahn im Angesicht;
ja dieses Los mag dich ereilen,
und nichts und niemand kann dich heilen.

Gar fürchterlich die Stimme spricht,
doch bleib ich liegen, folg Ihr nicht;
bleib gut behütet im Verstecke,
gewappnet unter meiner Decke.

Da aus dem Nichts ist es geschehn,
ich kann ein Wetterleuchten sehn;
auf dieses Leuchten folgt sobald,
entfesselte Naturgewalt.

Der Blitz, der Donner zu mir sagen,
wir wollen den Alp jetzt ganz verjagen;
und unser Regen spült hinfort,
was dich entsetzt an diesem Ort.

So bin ich ganz brav eingeschlafen,
gut zugedeckt im sicheren Hafen;
hab keine Stimme mehr vernommen,
fest schlafend, durch die Nacht gekommen.

 

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