Roland Drinhaus

Lass dich Nähe nie vergessen





Fass die Hand und leb bald wieder,
sagte heut' mir mein Gefühl.
Echte Wärme ist nicht bieder,
denn Distanz macht Herzen kühl.

Mag Gesundheit es gebieten,
das umarmen wegzulassen,
zu lang lass ich mir's nicht bieten,
würd mich selbst auf Dauer hassen.

Abstand schafft uns leere Räume,
Nähe die verteufelt ist,
frisst am Ende unsre Träume,
bis du ganz im Abseits bist.

Darum setz auf bess're Zeiten,
lasse die Entfernung frei,
lass Zuversicht den Weg bereiten,
Fernwehkrankheit kommt man bei.

Lass dich Nähe nie vergessen,
denn Distanz macht alt und krank.
Das umarmen ist wie essen,
ohne können wir nicht lang. 


 
.     . Nähe /Wärme 
.     . Abstand/Entfernung






DIVERSE ERKLÄRUNGEN UND GEDANKEN ZUM GEDICHT:
Wohl denjenigen, die heutzutage mit einem/einer Partner/Partnerin diese
Zeiten durchleben. Es ist so wichtig, jemanden zu haben,
den man ab und zu mal in den Arm nehmen kann,
oder einfach wieder mit einer kleinen Umarmung,
oder einem Handschlag begrüßen darf.
Diese Nähe zu anderen Menschen ist auch medizinisch begründet;
denn tatsächlich ist es auf Dauer für den Menschen schädlich,
wenn er darauf verzichten muß. Er wird krank.

Doch was heißt nun auf Dauer? Lass es ein halbes Jahr dauern; 
lass es vielleicht ein ganzes Jahr dauern: Mahnend endet mein Gedicht mit
"ohne können wir nicht lang".
So zeigt sich mit zunehmender Dauer, wie Menschen allmählich unzufriedener
und ungeduldiger werden.
Und so kommt es dann soweit, daß die einen sich falschen Kritikern anschliessen
und gegen die Zustände demonstrieren,
und die anderen sich zunehmend in dieser Lage "einrichten" und versuchen,
mit viel Aktionismus und Verordnungen einer Lage Herr zu werden,
die offiziell (ich hab da schon mehrfach drauf verwiesen) noch immer und zudem
völlig verharmlosend, nur als eine Krise dargestellt wird.

Merken wir es noch, daß wir diesem Geschwafel noch immer folgen?

Nicht mißverstehen; ich bin nicht zu den Kritikern und Querdenkern (neueste
Version "Quarkdenker") gewechselt, denn tatsächlich sind Abstandsmaßnahmen
hinsichtlich der Ernsthaftigkeit dieser Katastrophe immer noch das beste Gebot.
Was mich einfach stört und nervt sind diese andauernden "Krisendiskussionen"
mit denen die "Vernünftigen" durch Aktionismus versuchen, offenbar ihren
eigenen Nähemangel zu verarbeiten.
Hier soll umgebaut werden, hier neu reformiert und dort umgestaltet werden....
anscheinend merkt kaum noch wer, daß wir dabei sind, uns in diese
pandemischen Zustände "einzurichten".
Ein gutes Beispiel dafür sind doch die Schulen:
Während die einen die Klassen halbieren wollen und sich um Online-schooling
bemühen, streiten sich die anderen die die Schulbänke mit Glasabtrennungen
und elektrischen Luftreinigern ausrüsten wollen mit denen, die sagen,
daß lüften (auch im Winter) gesund ist und zudem einen guten immunisierenden
Effekt hat.
Diesen Streithähnen sage ich: Wir brauchen garnichts von alledem !!!
Wir lassen die Kinder und Jugendlichen einfach zuhause !!!  
Denn:
Wie ich euch gestern in meinem Aphorismus schon mitteilte:
Verlorene Zeiten gibt es nicht!
Kann es nicht vielleicht mal eine gute Idee sein, wenn man dem jungen Volk
einfach mal (maximal 1 Jahr lang) nur Empfehlungen gibt, womit sie sich in
dieser Zeit beschäftigen?
Vielleicht z.B. um die Klimakatastrophe in die wir reinschlittern zu verstehen?
Zu verstehen zu was es Bedarf, um das Fünkchen Hoffnung der Gegenmaßnahmen
am Leben zu erhalten? Strategien zu entwickeln? Denken zu lernen?
Wer hat davor Angst, daß die jungen Leute 1 Jahr verlieren und verdummen könnten?
Wer behauptet im Ernst daß die fehlende Schulzeit der Jugend schlimmer ist,
als die fehlende Nähe der Erwachsenen?
Gerade jetzt wäre die Chance doch da, unsere Jugend zu einer besonnenen und
nachdenklichen Generation als "Allday for Umweltfuture" heranreifen zu lassen....
sie sich draussen einfach treffen zu lassen, damit sie sich umsehen und
organisieren können. Das sie die Chance haben, ihrem selbstzerstörerischen
Hamsterrad: Schule - Ausbildung - Beruf - Rentenwrack zu entkommen.
Sehen wir nicht, daß wir in unserem Aktionismus schön jetzt Billionenbeträge
an Geldern verschleudern, die uns in garnicht allzulanger Zukunft in ein
währungstechnisches Armageddon stürzen?
So das dann auch vielleicht der letzte Tiefstapler so etwas wie eine Katastrophe
erkennt? Zu spät.... da müssen wir jetzt durch (und meine Schwarzmalerei soll
nun reichen). Denn es gibt ja auch gute Nachrichten:

Ein Pharmaunternehmen nach dem anderen meldet derzeit Erfolge bei der
Forschung... die Regierung ist zuversichtlich, daß einige dieser Mittel noch in
diesem Jahr zugelassen werden; parallel richtet man Impfzentren ein.
Mit alldem gehe ich gerne d'accord.
Nach Auslieferung der ersten Impfdosen Anfang des Jahres wird die
"große Impferei" losgehen und ich hoffe, daß die Mittel dann auch helfen werden.
Im Sommer geht das Virus dann schon von selbst weiter zurück und dann ist sie
besiegt!!!
Im Herbst wird dieser Pandemie ausreichend Kraft genommen sein, um sich nicht
erneut so weit ausbreiten zu können wie aktuell.
Nicht weil "Herdenimmunität" erreicht ist, sondern weil dann unsere Krankenhäuser
mit guten "Werkzeugen" versorgt sind, die den Erkrankten schnell beim gesunden
helfen werden. Zugegeben;
Krankenhauspersonal ist und bleibt auch weiterhin angespannt (leider).
Für mich sind Mediziner und Pfleger die eigentlich "systemrelevanten" Helden
der Pandemie.
Es wäre wirklich eine Überlegungwert, die Mühen der medizinischen Kräfte
und Wissenschaftler genauso großzügig zu entlohnen, als jene von Managern....
Manager die vielleicht gerade jetzt ihre Konzerne mit Milliardensummen auf
lange Zeit "Krisenfest" und Pandemiesicher investieren wollen.
Nicht wissend, daß der pandemische Teil der Katastrophe im Sommer wohl
ein Ende haben wird.
Ich danke euch fürs durchlesen und: Bleibt gesund!









 

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