Ernst Wetzel

2020: Corona-Advents- und Weihnachtszeit

2020: Corona-Advents- und Weihnachtszeit

                                                                         29.11.2020 – 1. Advent

Mit Corona wird uns 2020 eine sonderbare Adventszeit zelebriert,
die man, gewohnt als freier Mensch lebend, nur schwerlich akzeptiert,
die Kontaktbeschränkungen, von der Politik imperativ gesetzt,
wirken nachvollzierbar, dennoch man sich ihnen innerlich widersetzt.
Es war schon immer langjährig gepflegte gemeinschaftliche Tradition,
auf dem Weihnachtsmarkt für einen Glühwein zu machen Station.
Oder vielerorts fanden offizielle Nikolausfeiern gerade jetzt statt,
seien es Vereine, Betriebsgruppen, oder Abteilungen der Stadt,
die die vorweihnachtliche Stimmungslage aufzugreifen versuchten,
um damit Mitgliederzusammenhalt und Motivation zu befruchten.
Corona hat uns mit seinen Infektionszahlen abermals überrannt,
den Freizeitbereich im Schwerpunkt einzuschränken wurde benannt.
So müssen Restaurants, Hotels und Weihnachtsmärkte schließen,
die Adventszeit soll man isoliert in heimischen Gefilden genießen.
Unser heimatliches Reich ist nun advent- und weihnachtlich dekoriert,
es bleibt nun noch Zeit, die mich zu dieser Karte an euch hat inspiriert.

 

Auch wenn ich lebte auf der Erde lediglich als purer Humanist,
zeigt Weihnachten mir auf, wie quellend doch die Schöpfung ist,
denn mit der Geburt eines Kindes wird einem vor Augen geführt,
dass Vieles in unserem Leben nicht voll erschlossen wird generiert.
Und uns das Ergebnis der Schöpfung kann Hoffnungsträger sein,
Elternglück schaffend, Kraft herausfordernd und spendend ungemein.
Wenn wir zu Weihnachten erwartungsvoll unsere Kinder beschenken,
unseren Blick auf die wertvollen Gaben der Heiligen Drei Könige lenken.
Der Krippenaufbau unter dem Baum war auch pädagogisch intendiert,
den Kleinen zu vermitteln, sie wurden uns selber als Geschenk platziert,
wir dankbar sind, sie luxuriöser untergebracht, unter uns zu haben,
beschenken wir sie (noch heute) mit besonderen Weihnachts-Gaben.

 

Aber gegenwärtig zeigt sich die Schöpfung mit einem anderen Gesicht,
der Coronavirus, entstanden aus dem Nichts, zeigt sich uns penetrant töricht,
indem er uns Menschen bei zu nahbaren Kontakten kann noch tödlich infizieren,
wir – außer die AHA-Regeln einzuhalten  – nur wenig können dagegen agieren.
Der Lockdown Light im November hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht,
noch verschärft soll er nun greifen dann bis zur Feier der 2020er Weihnacht.
Selbst dann sind Weihnachtsbesuche zu Familienmitgliedern zu reduzieren,
die diesjährige Weihnacht als Familienerlebnis so nicht mehr zu qualifizieren.

 

Auch die Kirchengemeinden müssen unter den Maßnahmen offenbar leiden,
alle Christen, die zur Weihnachtsvesper in ihren örtlichen Kirchen weiden,
müssen – wegen der AHA-Regeln - nun einen Platz zu „ergattern“ versuchen,
und daran denken, durch vorherige Anmeldung denselben für sich zu „buchen“.
Das vergrault so manchen Gottesdienstbesucher, der auch brav und überzeugt zahlt seine Kirchensteuer,
weil kürzere, häufigere und Gottesdienste in den Medien die Kirchen reduziert auf dienstliche Betreuer.
Die Liturgie ist ja ohnehin wegen Corona nur noch auf passives Zuhören und Zusehen hin zu gestalten,
Corona verstärkt die Frage, wie kann man eine gelebte Kirchengemeinde da noch zusammenhalten ?

 

Bleibt wenigstens das Gott-Vertrauen auf die Kraft der Schöpfung,
die Wissenschaftler in Unternehmen antreibt bei der Impfstoff-Forschung,
deren Zulassung und Verimpfung dann verschafft die Herdenimmunität,
damit unser Leben wieder angstfrei und in gewohnte Bahnen gerät.
Das scheint für das bevorstehende Jahr wohl realistisch zu sein,
drei Unternehmen reichten aktuell die Impfstoffzulassung ein,
sind sich des Erfolges ihres (vorproduzierten!) Impfstoffes sicher,
was die deprimierenden Beschränkungen machen endlicher.
Das ist doch eine weitere zusätzliche optimistische Weihnachtsbotschaft,
die wieder aufmuntert und antreibt unsere ganze Gesellschaft.

 

In diesem Sinne:
Eine hoffnungsvolle
Advents- und Weihnachtszeit;
bleibt wohlgesonnen und gesund.

 

Ernst Wetzel

Mit dieser Ballade versuchte ich mein persönliches Befinden in dieser Adventszeit auszudrücken.
Damit sie auch in Verlegung als Adventskarte verdeutlicht wird, habe ich diese komprimiert als
Bilddatei angehängt und hier auch sichtbar dargestellt.
Die Karte wurde mit Microsoft Publisher im DIN A6-Format (Briefumschlaggröße!) entworfen.
Der Schöpfungsbezug spricht mir aus dem Herzen.
Ernst Wetzel, Anmerkung zum Gedicht

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