Karl-Konrad Knooshood

Der Eigenrührige

 

Stets bin ich zutiefst gerührt,

wenn ich merk, wie gütig ich bin,

alles, das mein Ideal gebiert,

gebe ich der Welt gern hin,

 

Manchmal kommen mir selbst die Tränen,

komm ich nicht umhin zu erwähnen,

welch lieber, guter Mensch ich bin,

visionär und toll und kühn,

 

Ich trenne Müll und speis' vegan,

erkenne Homo-, Transsexuelle an,

nur noch Bio-Kost – und wähle grün,

Ja, bewegt mich, welch gute Partie ich bin,

 

Oft bin ich zutiefst gerührt,

welch gute, reine Person ich bin,

welche ein Elektrofahrzeug führt,

gibt ihr Geld, Gutteil, den Asylanten hin,

 

KÄßMANN les ich gern, EMCKE, KAHANE,

und für die Grün-Futur in Natureinklang ich plane,

meinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren,

damit werd' bei GRETA reüssieren,

 

Ich bin schon erstaunt, wie wohlmeinend ich bin,

der Welt ein wahrer Zugewinn,

klug, bewandert, belesen, gertendünn,

Es macht mehr Spaß mit TOFFIFEE Ephedrin…,

 

Von mir selbst stets eingenommen,

nie mit dem Rechtstrend geschwommen,

im Linkssein steckt das Heil,

Vegan-Schnitzel schmecken fritzlgeil!,

 

Oh, was bin ich gut und lieblich,

es ist erschreckend fast für mich,

denke oft: Sowas, das gibt’s nicht,

Frag mich: Wieso ist nicht jede*r so wie ich?!...






(28.11.2020)(C) 2020, KnolleKnurrfux 


Stulle: "Herr Knooshood, auf ein Wort: Wieso die lange Abstinenz vom E-Stories-Portal?"

Knooshood: "Es gab diverse Gründe: Die C.-Pan. hat mich stark gestresst und demotiviert, deprimiert
wohl auch. Wem ginge das nicht so übrigens? Zwar bin ich selbst nicht betroffen, aber es belastet schon,
den ganzen Tag mit einer Maske vor der Schnüss rumlaufen zu müssen. Auch hatte ich eine neue Stellung
gefunden, bei der ich mich frühmorgens stundenlang echt heftig körperlich reinknien musste, da hatte ich
erstmal einen Tagesrhythmus zu finden, neue Definitionen, ohne Energy-Drinks wäre ich wohl nicht mehr,
die brauchte ich im Anschluss an die Tätigkeit. Momentan ist sie übersichtlich, ich plane weiterhin mein
Studium, das Corona-bedingt auf Eis lag, mehr oder weniger."

Stulle: "Sie hatten mir vorhin gesagt, Sie planten, jetzt JEDEN Tag, bis einschließlich Heiligabend, ein
neues Gedicht und evtl. eine Kurzgeschichte online zu stellen. Ist das eine Art "Adventskalender"?"

Knooshood: "Gewiss, es handelt sich um eine Art bunten Reigen diverser kontroverser Texte zu gewohnt
grenzwertigen Themen."

Stulle: "Sie haben auch einiges echt Heftiges, Negatives über den Islam und den islamischen Terrorismus
geschrieben. Haben Sie da nicht Angst, mit dem Fluch des 'islamophoben Hetzers' belegt zu werden? Ich
meine: Jemand nannte Sie einmal den 'deutschen Houllebeq' oder so."

Knooshood: "Das war jemand, der nicht versteht, dass dringend nötige Islamkritik und die Verhinderung
der schleichenden Islamisierung NICHT die Vorbereitung eines neuen Holocaust bedeuten, dass
Islamangehörige nichts Derartiges zu befürchten haben."

Stulle: "Steht nicht zu befürchten, dass Sie jemand, selbstverständlich nur 'wohlmeinend' um Ihre Seele
besorgt, Sie meldet und Sie dann sogar auf E-Stories zensiert werden?"

Knooshood: "Ich vertraue darauf, dass wir es hier mit einer großen Gemeinschaft aufgeklärter,
differenzierter Zeitgenossen zu tun haben, deren intellektuelle Kapazitäten zulassen, dass man sich auch
mit Themen beschäftigt, die im leider zu stark nach links verrückten medialen und politischen Mainstream
nicht gut gelitten und wenig bis gar nicht gern gesehen sind. Es dürfte doch sein, dass einen niemand als
'Meldemuschi' meldet/denunziert, schließlich geht es hier um Dinge, die in früheren Zeiten (in meiner
Kindheit und Jugend) Common Sense waren, die jetzt als verpönt gelten. Der Islam als unaufgeklärte,
keine Reformation, geschweige denn irgendeine Modernisierung durchlaufen habende Religion
(jedenfalls keine, die mit dem modernen Christen- und Judentum vergleichbar wären), verdient unsere
höchste und heftigste Kritik, unter anderem von mir, denn er steht allem entgegen, woran ich "glaube":
Demokratie, Freiheit, Individualismus, Rechtsstaat, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Anerkennung
von Homo- und Transsexualität und einige Dinge mehr. Spätestens die jüngsten Anschläge dürften dies
klar gemacht haben. Aber dazu kommt ein andermal etwas."

Stulle: "Worum geht's nun in diesem Gedicht? Ist es autobiografisch?"

Knooshood: "Gott bewahre, nein! Ich fahre natürlich KEIN Elektroauto und strebe auch nicht danach,
dass man mich als guten Menschen erlebt. Wie die meisten normalen Menschen versuche ich, normal gut
zu sein, ohne es zu arg nach außen zu kehren und exzessiv ostentativ zu performen. Es geht um viele
Menschen, die diese Mentalität ihr eigen nennen."

Stulle: "Gibt es derer in Ihrem Umfeld viele?"

Knooshood: "Die Stadt, in der ich lebe, Münster in Westfalen, strotzt nur so davon: Nirgendwo sonst
wirste mehr Elektrofahrzeuge, E-Roller, diese kleinen TIER-Transporterlis (kleine Flitzer, die man mittels
App steuern kann, extrem teuer, mit begrenzter Reichweite, Marke heißt TIER) und Fahrräder sehen wie
hier - und mehr Bio-Bewusste und solche SJW-Leute. Die Mehrheit wählt die Grünen und CDU (die ja
bekanntlich stark nach links gerückt ist).
Ich leugne nicht, dass ich gelegentlich von mir überzeugt bin, aber nur in dem Maße, wie es einer
kritischen Betrachtung standhält, bin eben ein gewöhnlicher Junge mit gewöhnlichen Schwächen und ein
paar Stärken. Wie jeder hier. Mir wurde das neulich bewusst, wie sehr mich diese Selbstbeweihräucherer
ankotzen..."

Stulle: "Lieber Herr Knooshood, danke für dieses Gespräch."
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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