Karl-Konrad Knooshood

Die Felsen in der Brandung

 

 

Ob es stürmt und schneit,

Wirbel oder Monsun,

ob die Sonne Funken speit,

oder Seuchen vom Huhn,

Was auch geboten, opportun,

stehe auch alles vorm High Noon,

nun: Nichts würdet ihr tun,

zur rechten, schlechten Krisenzeit,

da nie allzeit bereit ihr seid,

und wenn's entscheidend wird,

habt feig' euch absentiert,

 

Da, wenn's persönlich, ungewöhnlich drastisch wird,

wenn's real und plastisch wird,

ist man verlassen,

verlässt man stiekum sich auf euch,

fett im Sessel und Gesträuch,

sitzt ihr und wartet ab,

 

Ob es wintert zu arg, sommert zu stark,

Überschwemmung, Dürre, Erdenrutsch,

hilflos sprüchelnd, lallend tagt,

klagt, euch seien Optionen futsch,

 

Derartiges sei schließlich nie gewesen,

schuldlos seid ihr Engelsgleichen,

Schuld trügen die "Bösen",

müsst lügen, rasch die Segel streichen,

unsre Bürgerrechte flugs auflösen,

während schon die Leichen weichen,

auf im Moder oder Wasser oder Sumpf,

"Schaut, da drüben ist der fiese TRUMP(F)!",

Unser Vertrauen liegt im Trüben,

neue Apologien solltet ihr einüben,

 

Denn wenn es entscheidend wird,

dann seid ihr dem Leiden distanziert,

keine konstruktiven Taten, nur Beschwörungen,

verbergt euch hinter Betörungen,

kein Rettungshalm aus Feuersbrunst und Qualm,

eure "Kunst" ist bloß: "Keep calm!"






(10.04.2020)(C) 2020 Knurini Knorrolo 


Stulle: "Herr Knooshood, heute scheinen Sie ja mal ein etwas positives Gedicht vorrätig zu haben."

Knooshood: "Äh...es soll ein regierungskritisches sein. Wir haben in den letzten Jahren eine Menge mit
dieser Regierung erlebt, das nicht ganz geheuer war..."

Stulle: "Sind Sie nicht der Ansicht, sie habe uns gut durch die Corona-Krise geführt, sogar besser als die
anderer Nationen?"

Knooshood: "Der Ansicht bin ich tatsächlich nicht, es lief eher suboptimal - und man kann mit Fug und
Recht behaupten, dass man sich in anderen Bereichen nicht verlassen sollte auf diese Leute. Deshalb
auch das "keep calm" zum Schluss, eine Losung der britischen Regierung während gewisser
Krisenzeiten für das Land, positiv gemeint und heutzutage zigfach als Meme verwurstet, aber so ist es:
Wir werden beschwichtigt, uns keine Sorgen zu machen, unsere Befürchtungen werden als irrational
bezeichnet und schlimmer - und am Ende stellt sich raus, dass wir recht hatten. Und dann wird so getan,
als tue man was - und es wird nichts getan außer uns vorzulügen, es sei alles in bester Ordnung. Diese
1,1 Milliarden werden ja nicht im Kampf gegen die wirklichen Probleme lockergemacht: Grenzschutz,
Integrationsmaßnahmen, Bekämpfung des radikalen Islam, Ausweisung/Abschiebung krimineller
Migranten, Bekämpfung der Antifa und anderer linksextremer Kräfte, die zunehmend an Einfluss und
Möglichkeiten gewinnen und, wie die islamischen Terroristen, immer wieder zu Taten fähig sind, die das
bisher Bekannte weit übersteigen. Es wird sich von Regierungsseite nicht einmal von diesen Leuten
distanziert, die Ex-SED, jetzt Linkspartei sitzt sogar mit im Bundestag. Das sind alles Dinge, die mein
Vertrauen in die(se) Regierung schmälern, wenn nicht Argwohn wecken."

Stulle: "Also ist es ironisch gemeint?"

Knooshood: "Wenn ich irgendwas an den Zuständen der letzten fünf Jahre und fortlaufend jetzt wohl
behutsam oder sogar lobend erwähne, handelt es sich in aller Regel um Satire. Ich würde an meinem
Verstand zweifeln, wenn es jemals anders wäre."

Stulle: "Danke für das Gespräch."
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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