Inge Hoppe-Grabinger

Das letzte Monodon

Ich pfeife und ich flöte gern und find's auch schön zu singen,
das Notenlesen liegt mir fern, das müsst man bei mir bringen.
Mein linker Eckzahn ist sehr lang, ich hab sonst keine Zähne,
er hat zur Schraube einen Hang, weshalb ich das erwähne:
Mein Wunderhorn war stets begehrt, um Throne draus zu bauen,
man hat vor Zeiten auch gelehrt, es könnt selbst Gift verdauen.
Als Pulver wär es gut bei Pest, als Mittel unvergleichlich,
für alles, was dich krank sein lässt, bekäm man Hilfe reichlich.
Im Schoß der Jungfrau fänd es Ruh, das hab ich nie verstanden,
da schaun die Kirchenväter zu, der Sinn kam wohl abhanden.
Ich bin das letzte Monodon, ihr werdet das nicht wissen.
Vielleicht ist dies mein letzter Ton.Wer wird mich wohl vermissen?

(Monodon monoceros = Narwal)

6. Dezember 2020 - Text und Bild - ihg -



 

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