Patrick Rabe

Lasst es leben! Es strampelt noch! (Jesus mit Covidmaske)

 

Des Schöpfers Walten, wenn es kommt,

darf man nicht unterbinden.

Es wird, auch wenn es euch nicht frommt,

doch immer Wege finden.

Je mehr ihr‘s quält und unterdrückt,

es hemmt in euren Zellen,

wird jene Kraft in euch verrückt,

und lässt euch einst zerschellen.

Es war ein Kind und war euch hold,

und schuf aus reiner Freude,

doch wenn ihr’s nicht tun lassen wollt,

verdirbt’s euer Getreide.

Der Gottesfunke dort in euch,

er kann und wird nicht sterben,

und wenn er ruft, folgt ihm sogleich,

dann seid ihr Himmelserben.

 

 

 

© by Patrick Rabe, 12. Dezember 2020, Hamburg.

 

 

 

Ich persönlich glaube ja, dass jeder Impuls in uns zunächst einmal gut ist, und wenn wir ihm nachgehen, und ihn nicht etwa verdammen, ablehnen oder unterdrücken –weil wir ihn nicht verstehen, weil wir Angst vor ihm haben, oder weil wir ihn für böse halten- , kann aus ihm eigentlich nur etwas Gutes und Schöpferisches entstehen. Jeder in uns kräftig hervordrängende Impuls ist von Gott und ist das Gotteskind in uns, das leben und sich ausdrücken möchte. Erst wenn wir selber, oder die Menschen um uns herum es ablehnen und es nicht leben, atmen und sich entfalten darf, kann es zum Widersacher, Teufel oder Dämon werden. Was wir in uns lieben, kann weder unser eigener Feind, noch der Feind von sonst irgendwem werden. Erst konsequent abgelehnte, unterdrückte, erstickte und verdammte Gotteskraft kann in uns zu einem Zerstörer werden. Genau deswegen finde ich die Corona-Maßnahmen ja auch so falsch. Ein Virus in uns, wenn wir ihn denn in uns haben, ist ja auch Teil der Gotteskraft, und wenn wir ihn in uns bejahen, werden wir auch nicht krank. Die Methode, die zur Zeit angewandt wird, erachte ich als regrediert frühkindlich. Sie erinnert mich an die Art, wie man nach dem zweiten Weltkrieg versuchte, der zerstörerischen Impulse des Menschen psychologisch Herr zu werden. Nämlich Klappe halten, sich still verhalten und so tun, als sei man gar nicht da, weil dann das Virus (oder das jeweils durch etwas anders austauschbare Böse; nach dem dritten Reich war es eben die Gewalt) denkt, man sei gar nicht da oder vielleicht schon tot und somit kein potenzieller Wirt. Diese Methode, mit etwas Fremdem oder „Bösen“ in sich umzugehen, entspricht ungefähr den Methoden eines dreijährigen Kindes. Jedem ernsthaften Erwachsenen, gerade auch Medizinern, muss doch klar sein, dass diese komischen Masken uns nicht vor durch die Luft schwirrenden Viren schützen können. Und selbst, wenn sie es könnten: Wir haben alle –egal in welchem Teil der Erde- seit über 40 Jahren mindestens schon wesentlich gefährlichere Dinge eingeatmet als „Corona“ oder „Covid 19“ und sind daran nicht gestorben, z.B. permanente Benzindämpfe in der Stadt, atomare Strahlung und diverse Seuchenkeime, die immer, zumindest als Spurenelemente, irgendwo in der Luft vorhanden sind. Ich würde sagen, es ist an der Zeit, dass wir uns fragen, wovor wir uns eigentlich wirklich fürchten. Denn auch an Covid 19 können nur alte, gebrechliche oder sehr immunschwache Menschen sterben. Das ist aber bei allen Krankheiten so. Ich denke, wir haben vor drei Dingen Angst. Vor der Tatsache, dass es in eines Schöpfers Hand sein könnte, wann wir sterben, dass wir nach dem körperlichen Tod an irgendeinem Ort gequält werden könnten, und davor, überhaupt nicht mehr da zu sein, oder irgendwo hilflos „verloren zu gehen“. Ich glaube, was eindeutig helfen kann, ist, anzuerkennen, dass „der Schöpfer“ nicht nur etwas fernes, fremdes „da draußen“ ist, sondern, dass er  in uns lebt und handeln möchte. Ich glaube aber auch, dass die klassisch evangelikal-pfingstliche, bzw. pietistische Interpretation so falsch ist, wie sie es lehren. Nämlich, sich Christus als etwas Fremdes, von außen in uns hereinkommendes und dann in uns wirkendes und uns quasi Lenkendes vorzustellen, also als einen, der uns an irgendwelchen Fäden zieht oder in uns wie ein Fremdkörper ist. Ich glaube, das originär Schöpferische ist von Anfang an in uns. Und wenn wir es leben und zu seinem Recht kommen lassen, wird es sich auch in einer Weise entwickeln, die irgendwann gute Frucht bringt. Beleidigt weder den Menschen in euch, noch euer Gegenüber. Andre Menschen als „Maden“, „Schädlinge“ oder „Ungeziefer“ zu bezeichnen, rächt sich irgendwann und kommt als genau das zurück. Nämlich als Schädling und Zerstörer. In jedem Menschen ist die Gotteskraft. Einen Menschen abzulehnen, und ihn mit derart hässlichen Worten zu belegen, macht ihn irgendwann auch hässlich und böse. Denkt bitte nur mal darüber nach, wie lange ihr in Deutschland von „Gümmeltürken“ gesprochen habt, ihr schlechtes Deutsch noch befördert habt, indem ihr mit ihnen geredet habt, als wären sie plemplem (Du suchen Straße? Du gehen da lang…), sie die Drecksarbeit habt machen lassen und dann gefordert habt: „Ausländer raus!“ Das ist genau die Art, wie man Menschen, die für einen arbeiten, zu ganz prima Freunden macht. Ich kam eigentlich immer ganz gut mit Türken aus, außer, wenn sie gewalttätig waren (das würde mich bei jedem anderen aber auch stören!), deswegen nehme ich mich aus dieser Problematik auch mal freimütig heraus. Ich habe nie Türken oder andere Volksgruppen herabgesetzt. Wenn mich daher ein Türke beleidigt oder zusammenschlägt, ist er ein Arschloch. Aber ein Deutscher, Cinti, Engländer oder Jude wäre das dann auch. Ehrt jeden Menschen und behandelt ihn gut. Aber unterdrückt auch nicht künstlich Aggressionen oder schlechte Gedanken über Menschen. Man regt sich manchmal eben auch über jemanden auf. Von Gott kommt alles. Das ewige Gerede davon, dieses oder jenes sei nicht „von Gott“ und man dürfe es nicht denken, nicht tun, oder es in der Welt nicht sehen, führt hingegen nicht zum Guten, sondern in die Ablehnung und die innere Spaltung. Klappe halten, 2-3 Meter Abstand, Maske vors Gesicht, und hoffen, dass der Virus dann denkt, man wäre gar nicht da, bringt es jedenfalls nicht. In meinen Augen ist der Mundschutz vor allem eins: Ein Symbol für den gerade noch umgangenen Maulkorb. Wahrscheinlich haben selbst unsere manchmal etwas begriffsstutzigen Politiker das im letzten Moment gerade noch so erkannt. Symbolik, wenn sie allzu deutlich wird, kann halt immer ordentlich weh tun. Zumindest, wenn man auf der falschen Seite des Vorhangs steht.

 

 

 

© by Patrick Rabe, 12. Dezember 2020, Hamburg.

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