Hanns Seydel

DIE RUHE DER NACHT


Vorbei ist Tages Wonne,
im Abend steht die Sonne.
Dunkel ist es jetzt geworden,
Sonnens Helle ist gestorben.

Die Nacht wirft ihre Schatten
auf alle irdschen Matten.
Des Mondes Sichel scheinet klar,
zu End` ist, was am Tage war.

Wohl denket man auch abends spät,
was am Tage mühsam ward gesät.
Doch die Uhrzeit fordert Ruhe,
nächster Tag bringt neue Mühe.

Der Abend mit der Frau war schön,
es gab ein herrlichstes Verwöhn`.
Das ist der echte richtge Lohn
nach Tages Arbeits harter Frohn.

Der Nachte Ruhe stellt sich ein,
Hund und Katze sind im Frieden,
die im Tempramente sind verschieden,
doch nachts, im Einklang solln sie sein.

Die Kinder schlafen schon sehr früh,
des Lebens Ernst noch fern ihn` ist.
Doch Schlafes Traum ihn` dauernd blüh`,
der Schules Strenge stets vergisst.

Entspannung ist des Menschen Will`,
nach vieler Arbeit will er werden still.
So ist die Nachtruh` für ihn wichtig,
nächster Tag wird mehr als mächtig.

Es ist jetzt in der Nachte Mitte
und vorm Schlafe gilt nur eine Bitte :
Herrgott, schenk` die schönsten Träume
für all` Personen in des Hauses Räume.

Und es kehret ein die wichtge Ruhe,
morgen komm` das täglich` Neue.
Nun fahret kein Fahrzeug störend umher,
das dröhnet in lauter Wiederkehr.

Zeit und Raume mild vergessend,
ist Nachtens Ruhe trotzdem rennend.
Denn ihr Verweilen, am Tag ist einerlei
und am Morgen ist sie schnell vorbei.

So sinkt der Mensch in seinen Schlaf,
seiner Ruhe er enorm bedarf.
Und im tiefen, tiefen Schlummer
gestorben ist ein jeder Kummer !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 11.12.2020

( Werk 203 )




 

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