Karl-Konrad Knooshood

Monster unterm Bett


 

Es schnappt, es langt nach mir,

es krallt nach mir, hascht nach mir,

- da ist doch was, ein Ungetier,

unter meiner Bettstatt hier!,

 

Verteidigt 's, erobert 's sein Revier?,

Was zum Kuckuck will's von mir?!,

Es fährt fort mit Mordlustgier,

scheint 's, das kleine Ungetier!,

 

Der Schnurr-Bart zittert, Augen leuchten,

die Pfötchenenden watteweiß,

wie Schneebällchen am Selfiestick,

Oh, es kratzt! Wird's mich meucheln?,

Beherzt schnellt's vor und dreist,

hakt es in die Haut sich dick,

 

Zopp! Du kleiner Katzenschatz!,

Du kleines Katerlein: Stopp,

diesen Rabatz dein! Hopp!,

Dies Spiel ist heilig dir die Hatz!,

 

Das Schnäuzchen forsch und keck,

das Körperchen geschmeidig dünn,

ein Fell voll Zaus und doch auch glatt,

Bist schon ein frecher Mini-Jeck,

mit Flausen, Flusen, Schabernack im Sinn,

der jung ist, Energie noch hat!,

 

Mein kleines Mini-Monster unterm Bett,

dies Vorgehen war mir unbekannt, ist neu,

doch es gefällt mir sehr, ist äußerst nett,

wie ich mich freu, nur keine Scheu…,

 

Mach weiter, greif mich an,

ich streif entlang,

deinem Fell,

streichle dich und find dich geil,

und well, as far I can tell,

du bist mein neues Tierchen feil,

lieb und brav doch Lausebengel – gell?!,

 

Du kleines Monsterchen unterm Bettchen,

du süßer Fratz, nicht Frettchen,

ich leg dich nicht in Kettchen,

du bist der neue Kater Käseschmier…











(17.05.2020)(C) Kater Knutschhood 


Stulle: "Ein Gedicht über Deine neue Katze, Knorke?"

Knooshood: "Naja, sooo neu ist sie nicht mehr, wir haben den kleinen Racker bereits seit einem
Dreivierteljahr. Er wurde im November 2019 geboren, noch vor der großen Krise mit gewissen kleinen
Kugeln..."

Stulle: "Er wuchs Euch ans Herz? Und er spielt unterm Bett?"

Knooshood: "Nachdem unser alter Kater verstorben war, entschieden wir uns, etwas früh, für ein neues
Tier, wir wollten die Lücke füllen in unserer Seele, aber es ist nichts weiter passiert, er ist ganz anders. Er
tollt wie wild herum, ist gelegentlich scheu aber auch wesentlich frecher, sodass er seinen beiden
Artgenossen und uns gleichermaßen zusetzt. Man merkt, dass man älter wird. Das Phänomen ist, dass er
sich unterm Bett versteckt, und von unterhalb des Kopfendes (oder neuerdings Fußendes) nach uns
schnappt, mit dem Pfötchen, mit teils sehr spitzen Krallen. Ein Spiel für ihn, aber..."

Stulle: "Das ist ja toll! Er ist also ein richtiger kleiner Gnom, der..."

Knooshood: "Wie ein Geist - oder eben ein "Monster unterm Bett"."

Stulle: "Bei "Monster unterm Bett" muss ich immer an die alberne kindliche Angst denken, unterm Bett
sei ein böses Monster."

Knooshood: "Das Thema wurde häufig aufgegriffen und verarbeitet, etwa auch bei THE OUTER LIMITS,
der Neuauflage vor fast 25 Jahren, in abgewandelter Form auch bei STEVEN KINGs "Es". Sonstige
Beispiele fallen mir momentan nicht ein, doch derer gibt es noch etliche, viele moderne Horrorfilme
ziehen ihre Prämissen und Dramaturgien aus kindlichen Ängsten."

Stulle: "Wie geht es nun mit dem kleinen Kerl weiter?"

Knooshood: "Wie bei einem Kind. Wir werden versuchen, ihn zu einem nützlichen, liebevollen und braven
Individuum zu erziehen, das in seiner katsanen Umgebung klarkommen kann."

Stulle: "Danke für das Gespräch."
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zum Gedicht

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