Margit Farwig

Waldschwingungen

Waldschwingungen

 

 

 Im Wald erlebe ich die bewusste Stille,
gesättigt mit heimlichem Raunen,
vermutetem Sinn eines nicht anwesenden Klangkörpers,
der ausschüttet.

Diese nicht hörbare,
nicht greifbare Welle
der entstehenden inneren Ruhe lässt dennoch so viel anklingen, dass unbewusst
Unruhe entsteht.
Die Unruhe des großen Erwartens,
was birgt diese Stimmung in sich,
was will sie mir sagen, andeuten.
Ich kann sie nicht festhalten,
nicht anfassen,
was macht sie mit mir.
Sie bringt alles in Schwingungen,
die genauso heimlich kommen
und wieder gehen.
Sind Schwingungen denn schon genug,
um aus mir eine erfüllte Lauscherin,
Betrachterin  zu machen.
Es trägt lang, es trägt immer wieder.
Es gibt so viel.
Aber letztendlich bin ich allein
in den Myriaden von Stimmungen,
die mich anrühren, verzaubern.
und wieder Erwartungen einpflanzen.
Das ist nicht gelebtes Dasein,
es könnte so sein,
wie ich es empfinde, bleibt aber allein Empfindung.
Ich als Wesen sauge alles auf,
leite es in alle Windungen des Geschehens,
wie es sein würde und
trage den Keim des neues Hoffens in mir.
Die Natur betrachten heißt
immer wieder loslassen,
auf den neuen Tag zu warten,
der neue Schönheit schenkt
und neue Erquickung des Seelenlebens,
das hungrig bleibt,
bis es eines Tages
dem Vergänglichen nacheifert,
dem Humus durch den Körper
neue Nahrung zuführt.
Dann ruhen auch die Stimmungen.

© Margit Farwig

 

 

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