Hans Fritz

Theowulfs wundersame Rettung


Dort, wo Naturgesetze gelten,
wahre Wunder sind gar selten.
Der Theowulf scheint hochbeglückt,
wenn wunderarmer Welt entrückt.

*
Vorbei an schroffer Felsen Wucht
schlängelt sich die Gnomenschlucht.
Wer sie durchwandert, geht die Mär,
für ein Wunder hat Gewähr.

Als Theo hat nun überwunden
die Enge nach zwei bangen Stunden,
ist er befreit aus jenem Bann.
Drei Wege stehn ihm frei zum Tann.

Der schmale Weg hier ist wohl recht,
sein Verlauf dünkt gar nicht schlecht.
Ein Abenddämmern steht bereit
zu dieser vorgerückten Zeit.

Im Dunkel scheint der Pfad zu enden.
So bleibt am Ende wohl ein Wenden.
Da, der Theo glaubt’s fast nicht,
in der Ferne blinkt ein Licht!

Über baumlos öde Lichtung
gehts querwaldein in Leuchtens Richtung.
Bald gewahrt's beglückt der Späher -
das Licht scheint nah und immer näher.

Nein, ein Komet wohl anders wär,
auf jeden Fall nicht stationär.
Zu Ende scheint des Ratens Qual,
des Rätsels Lösung ganz banal.

Das Medienhaus am Rand der Stadt
als Weihnachtsgruss errichtet hat
einen Stern mit Riesenschweif,
für Werbezwecke gut und reif.

Abertausend kleine Lampen
strahlen über Hof und Rampen,
Kommerzflimmer gaukelt,
unter Wolken leise schaukelt.

*
Im Lichtgeleit zum Glück verpasst
hat Theo todbringenden Morast.
Bei allem Wunderglaubensplunder -
seine Rettung war ein Wunder.


Frohe Weihnacht und ein gutes neues Jahr/
Frohi Wiehnacht und es guets Neus

 

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