Andreas Vierk

Vom unmöglichen Birnbaum

 

 

 

Vor mir vermischen sich die Zeiten:
So bist du übersonnt,
wie jener Birnbaum in den Weiten.
Ich seh dich in die Ferne gleiten:
Sturz übern Horizont.

War ozeanisch blau dein Mund,
erschienst du birnenhell?
Ein Obstbaum im Korallenrund,
ein Licht, ein Blick in Sog und Sund
vorm Wind im Katzenfell?

Kopfunter schwebst du, umgekehrt,
in deinen süßen Sonnen.
Die Stirn im Astwerk lichtverzehrt
und in dich selber ausgeleert,
verzuckert und zerronnen.

Dein leichtes Haar, dein Abschiedslachen,
jahreszeitenmild.
Mein Brustkorb wird zum grauen Nachen
und muss in den Korallen wachen,
in seinem Puls dein Bild.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.12.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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