Liselotte Brand-Cerny

Der Blick zurück 30.12.2020

Das Jahr geht zu Ende, man blickt zurück.
Im Grossen und Ganzen hatte man Glück.
Auch wenn nicht alles so lief wie man wollte,
man weiss, dass man dankbar bleiben sollte.
Denn gar viele hat es schwer getroffen,
uns bleibt es nur, mit ihnen zu hoffen.

Bilder und Gedanken wie jedes Jahr –
war das Meiste gut, so wie es war?
Gar vieles hat man so gemacht,
doch nicht alles hat uns was gebracht.
Zum Teil war es überlegt und produktiv,
dann wieder zu spontan und intuitiv.

Es gab natürlich auch zu lachen,
nur müsste man das öfter machen.
Nicht verhalten, sanft und leise,
sondern auf befreiende Weise.

Leider konnte man manches hören,
wo man hätte können schwören,
so etwas dürfe doch gar nicht sein,
das wäre ja wirklich allzu gemein.

Einiges musste man mitansehen,
konnten es gar nicht richtig verstehen.
Betraf zwar nur anderer Leute Leben,
doch war es traurig oder sonst daneben.

Manchmal war man auch richtig glücklich
alles schien so klar und wirklich.
Auch wenn es nie lange gedauert hat,
man schätzte des Schicksals gute Tat.

Ab und zu war man verbittert,
oder auch mal tief erschüttert,
zumindest aber irritiert
über das, was alles so passiert.

Spontan hat man jemanden angelacht
und ihm damit eine Freude gemacht.
Doch oft war man auch ungeduldig,
der andere fühlte sich dann schuldig.

Plötzlich hatte man das Bestreben,
noch etwas Besonderes zu erleben.
Man suchte nach Träumen und Gefühlen,
nach Bedürfnissen und tieferen Zielen.

Da gab es Zeiten, man konnte geniessen,
liess die Stunden vorüberfliessen,
man sass einfach da und schaute nur
auf die faszinierende Welt der Natur.

Ab und zu fühlte man sich allein
und haderte im Stillen mit dem Sein.
Sah dann ein, dass es nichts nützt,
Kummer zu pflegen, der tief innen sitzt.

Manchmal hat man sich verwöhnt
und sich etwas Spezielles gegönnt.
Da hat man nur an sich selbst gedacht
und sich eine Extrafreude gemacht.

Streit hatte man vermeiden können.
Und man konnte sich gewöhnen
an etwas, das einem zuwider war
und immer gestört hat, Jahr um Jahr.

Auch einmal ins Fettnäpfchen getreten.
Man fühlte sich danach etwas betreten,
und war über sich selbst entsetzt,
hat man doch einen andren verletzt.

Man hatte gar schöne Träume geträumt
und es beim Erwachen nicht versäumt,
über die Träume nachzudenken
und sich einen guten Tag zu schenken.

Es gab Geschehnisse, man war schockiert,
man war über Aussagen sehr verwirrt.
Von andrer Verhalten war man erschreckt,
es wurde ein Gefühl der Abwehr erweckt.

Doch durfte man manch Schönes erleben,
Freude und Liebe wurde gegeben.
Freunde standen stets sehr nah,
wenn man sie brauchte, waren sie da.

Vor Krankheit war man nicht gefeit,
man hat gelitten, tat anderen leid.
Doch hatte man immer noch etwas Kraft
und Tag für Tag etwas mehr geschafft.

Man könnte noch weiter ich sich gehen –
eine lange Liste würde entstehen.
Vieles hat an Bedeutung verloren –
'vergiss es' hat man sich geschworen.

Vorbei ist nun bald das laufende Jahr.
Man ist überzeugt, es war gut, wie es war!
Man ist noch da und kann noch lachen,
mehr sollte man im Moment nicht machen.
Man nehme sich vor, was kommt, zu nehmen
und sich nicht allzu sehr zu grämen,
wenn es anders kam, als man dachte
und eben das Schicksal die Regeln machte.

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