Andreas Vierk

Komm Pleroma, komm Bräutigam

 

 

 

Komm, Pleroma! Komm, Bräutigam!
Füll mich mit weißem Licht!
Vereint sind wir wie Milch und Rahm,
ein Lied, das in die Wesen kam,
ein Rausch. Verlass mich nicht.

Du löst dich auf in einem Meer,
das in dir selber gleißt
als Opfertod und Wiederkehr.
Du bist das Wellen-Hin-und-Her,
das alles mit sich reißt.

Du bist der Sturm, konvex, konkav,
der Fischerkahn, zerbrechlich,
der Mann darin, in tiefem Schlaf,
den ich im Traum vom Dasein traf,
ein Fieber, krank und schwächlich.

Du wirfst mich aus und ziehst mich ein
mit Seim und Fischgekrösen:
ein Zugnetz voll von deinem Schein.
Mein Atem soll geatmet sein,
mich in dir aufzulösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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