Horst Fleitmann

Vorsatz für's neue Jahr

Wie jedes Jahr zum Neujahrstage
stellt man an sich die gleiche Frage:
Was könnte man zum Vorsatz nehmen
dem neuen Jahr ‘nen Sinn zu geben?
Häufig hört man in ersten Tagen
identisches die Leute sagen.
Die erste Antwort gleicht aufs Haar
derselbigen vom letzten Jahr.

Man wiederholt sie deshalb nicht,
denn sie betrifft meist das Gewicht.
Zum Virus hört, in diesen Tagen,
man ohnehin die Leute klagen.
Drum will ich das nicht auch noch tun.
Wir sind, so hoff' ich, bald immun.
Geplant jedoch ist die Diät
(falls es dafür nicht schon zu spät).

Keller / Garage aufzuräumen
wird man, wie jedes Jahr, versäumen.
Hosen entsorgen, Hemden, Jacken,
vergisst man wieder einzupacken.
So mancher Mensch würd‘ endlos flennen
täte er sich tatsächlich trennen
von dem Gedicht ohne Pointe,
(zu schad‘, verfasst lang vor der Rente).

Auch den Karl May, so vierzig Bände,
gibt ungern man in fremde Hände.
Vom Unterhemd das keinem passt
(hat Helmut Rahn mal angefasst),
vom ersten Playboy, abgegriffen
auf den man oft zurückgegriffen
trennt man sich nicht. Wie von LP’s
der Beatles, Stones oder BeeGee's

Vorsätze gäbe man sich gern.
Trennen von Altem, insofern
man ja nicht weiß ob später Mal
die Trennung würd' vielleicht zur Qual,
gilt es deshalb zu überdenken.
Den Dingen will man Zeit noch schenken.
Vorsätze werden, weil‘s gefällt
also zunächst zurückgestellt.

Man hat im neuen Jahr viel Zeit
und ist ganz sicher bald bereit
sie neu zu fassen… ganz bestimmt,
sofern sie wirklich nötig sind.
Doch ist's wie stets zum Haareraufen:
ein jeder Vorsatz lernt das Laufen,
steht's neue Jahr erst vor der Tür.
Das ist bei mir so, wie bei Dir...

© Horst Fleitmann Jahreswechsel 2020 / 21

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