Hanns Seydel

DER DAME vielfach verfallen


Dominant kommt er den Frauen vor
und ihn umweht der Wollust heftger Flor.
Die Frauen sind sein dauernd` Elixier,
sie wecken und wecken sein` Begier`.

Er lernte sie im Bistro kennen,
es war Liebe auf den ersten Blick.
Nichts Schöneres konnt` er benennen,
er will sie haben, sie ist für ihn das Glück.

Der Dame regelrecht verfallen,
will er ihr ganz gut gefallen.
Er kauft sich neue Kleider
und ist jetzt mehr als heiter.

Aber die Sache hat einen Haken :
Denn die herrlich` Frau, sie ist vergeben.
Zwar geht sie fremd wie auch ihr Mann,
doch im Endeffekt bleibts beim alt` Gespann.

Und sie kehret stets sehr schön zurück
zu des festen Fundamentes Glück.
Doch ihr Verehrer lässt nicht locker,
sie haut ihn fast vom hohen Hocker.

Wie mit Engelszungen flehet er sie an :
"Geh mit mir, ich liebe Dich total."
Doch ihre Antwort kommt krass brachial :
"Nur mein Ehemann ist jetzt bei mir dran."

Aber jetzt kann er nicht mehr von ihr lassen,
ihn intressieret nicht mehr sonstge Massen.
Er bedränget sie mit einer Heftigkeit,
die ihresgleichen sucht in weiter Freiheit.

Und sie sah dann später ganz bestürzt,
dass ihr eigner Manne gehet fremd.
Jetzt war ihr Widerwille hochgetürmt
und sie will zum Andren im Geländ`.

Und Der ist immer noch verfallen
der Fraue herrlich` Ausstrahlung.
Denn an ihr findet er Gefallen,
so kam es doch zur Einigung.

Doch sein Trieb ist ihr zu heftig,
denn DER hämmert ihr zu mächtig.
So war es nichts auf weite Dauer,
sie entzweiten sich und waren sauer.

Denn Triebhaftigkeit bis zur Besessenheit
ist zwar das Schönste, doch herrschet Einigkeit
darüber, dass der edle Sinn regiert den Triebe,
ER ist die Wurzel der dauerhaften Liebe.

Und im Laufe der weiteren Zeit,
er war dann ernsthaft dazu bereit,
sich grundsätzlich zu ändern
und Negatives zu beenden.

Und in sich selber richtig fest gefüget,
dem das Seichte niemals hat genüget,
nicht mehr besitzergreifend steuert stur
er seinen Willen in absoluter Reinheit pur.

Doch sie lehnt ihn gnadenlos nur ab,
er sieht der Tatsache direkt ins Auge.
Allein, es hilft ihm nur der feste Glaube
und er liebt die Frau dennoch bis ins Grab.

Denn er ist und bleibt ihr rettungslos verfallen,
seine Sehnsucht zu ihr könnte nie zerfallen.
Den ganzen Tag, er denkt und denkt an sie
und sie vergessen, das könnte er wohl nie.

Sie ist für ihn das schöneste Geschöpf,
ihre Haare sind gebunden zu ei`m tollen Zopf.
Sie beweget sich mit einer solchen Grazie,
die anmutiger ist als eine blühend` Lilie.

Ihre Stimme ist für ihn so sanft,
dass er sie dauernd hören mag.
Fast raubts ihm den Verstand,
ihn triffts wie ein zarter Schlag.

Sobald er sie sieht, ist er hin und weg
und rührt sich nicht mehr fort vom Fleck.
Berauscht ist er von ihrem Gang,
der schleicht wie eine ruh`ge Schlang`.

Eines Tages, sie lässt sich schließlich scheiden,
das Fremdgehn ihres Mannes mag sie nicht mehr leiden.
Sie neiget sich zu dem ihr verfallenen Verehrer,
der wußte : Einst, ich komme zu Dir - nämlich später.

Jetzt, die Verehrte und der ihr Verfallne nähern sich,
Keiner fühlet sich mehr herb gelassen im Stich.
Er erhebet seine stark durchdringend` Stimme
und erkläret wortgewaltig, im Überschwang der Sinne :

"Feuer frei für Friede,
Feuer frei für Freude.
Das Beste ist die Liebe,
und das nicht nur heute !"

Und wo der Seele Heimat ist,
dort gibt es keine letzte Frist.
Die menschlich` Größe wirkt erhaben,
ihre Wurzel, die ist GOTT ergeben !!!



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 01.01.2021 / 02.01.2021
( Werk 213 )

Ein wirklich wunderbares 2021 wünscht dem ganzen Forum Hanns Seydel. - BLEIBT ALLE ALLE GESUND GESUND !!!




 

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