Herbert Kaiser

Der Herr der Zeiten

Der Herr der Zeiten hält die Sanduhr 

Fest in seiner alten Hand 

Geheime Regeln sind die Richtschnur 

Nach denen er das Schicksal plant. 

 

Er sitzt am Rand vom Universum 

Lässt alles werden und vergehn 

Das ergibt ein Arbeitspensum

Das wir Menschen nicht verstehn. 

 

Uns zwingt er durch Geburt ins Leben 

Wir kommen ohne unser Wissen

Doch es wird keine Rettung geben 

Wenn wir auch hoch die Fahnen hissen. 

 

Denn Helfer hat der alte Meister

Es sind Vergänglichkeit und Tod

Und an hohen Tagen preist er 

Dass die Schöpfung ist im Lot. 

 

Zeigt sich irgendwo ein Mangel 

Dreht und wendet er die Uhr

Hält das Geschehen fest am Bandel 

Von Zufall wahrlich keine Spur. 

 

Wird alle Ordnung an ihr Ende kommen 

So wird er flink das Blatt schon wenden

Es wird die Zukunft aus dem Spiel genommen 

Und alles wird in Schwarzen Löchern enden. 


© Herbert Kaiser 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.01.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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