Hanns Seydel

ROMS RETTUNG DURCH GAIUS MUCIUS SCAEVOLA


Das junge Rom ward einst belagert
von Porsenna, dem Etrusker.
Mucius Scaevola war es, der es waget,
sich zu schleichen in des Feindes Lager.

Porsenna zu töten, war sein` Absicht,
doch in der Nachte dunklem Licht,
er verwechselt die Personen
und tötete ein` Anderen.

Mucius, er wurde bald erfasst,
musst` sich machen ernst gefasst
auf eine todesbring` Besprechung,
denn Porsenna hatte die Berechnung :

"Sag` mir die Namen von Denen,
die Deine Kampfgenossen sind.
Dann sei Deine Schuld Dir vergeben
und Gnade, sie sei Dir bestimmt."

Schlagfertig erwidert der Römer mit Inbrunst :
"Viele wollen Deinen Tod sehr bald,
Dir wirkt der Hass entgeg` geballt
und das in des Tages jeder Stund`."

Jetzt war Porsenna aufgebracht nicht mehr zu halten
und befahl, Scaevolas rechte Hande zu verbrennen.
Und Der streckt mutig furchtlos, ohne jede Regung,
sein` rechte Hand in die brandend wütend` Feuerung.

Die Hand verbrannte, doch Mucius war mehr als hart;
der Wunden mehr als viele, mit Seelenleid extrem gepaart,
sie konnten nicht bewirken, dass er ließ sich anmerken
wie ihn quälten die quellend` schlimmen Schmerzen.

Porsenna war von Scaevolas Mute so überwältiget,
dass er Mucius sehr schnell die Freiheit schenket.
Jetzt winkte der Frieden zwischen Rom und Porsenna,
die entscheidende Verhandlung war ganz nah.

Der immer unbeugsame, gnadenlos` Porsenna,
er bewundert nun den eisenhart` Scaevola.
Atemlose Stille war bei allen Römern,
denn die Ruhe war am Dämmern !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 07.01.2021

( Werk 216 )





 

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