Brigitte Waldner

Bedrohung und Terror


 Der Schnee fällt mir auf den Kopf,
der Mikrozensus ins Genick,
er will Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit
befragen und überprüfen,
 
hinsichtlich Arbeit und Wohnung.
Mir geht das auf die Nerven,
der Lockdown war so schön,
sie haben mir den Schlaf geraubt.
 
Geleugnet wird das Virus.
Befrager will mich persönlich quälen,
er droht mit einer Strafe,
wenn ich ihn nicht lasse,
 
der kann mir über den Buckel rutschen,
mit sechzig Kilometer Abstand,
ich will nicht mit Sars, der Seuche,
von ihm angesteckt werden.
 
Bevormunden will er mich auch,
er schickt mir den Fragebogen nicht,
dass ich ihn selber ausfüllen kann,
zu Antworten werde ich gezwungen.
 
Er will die Antworten zuordnen,
wer sagt, dass er das richtig macht?
Ich kann sagen, was ich will,
man kann die Befragung ja unterlaufen
 
und einzelne Antworten verweigern.
Ich sage, was ich sagen will,
er kreuzt an, was er ankreuzen will,
so viel zu Statistik Austria.
 
Sehr demokratisch ist Zwangsbefragung
im 21. Jahrhundert aber nicht,
falsch antworten die einzige Möglichkeit,
beurteilt wird man auch noch,
 
ob einer ein Querulant ist,
dann werde ich halt einer sein,
ich habe nichts mehr zu verlieren,
mit Ausnahme von Besitz und Leben.
 
In Österreich muss man sich fünf Mal
der Zwangsbefragung stellen,
und hunderte Fragen beantworten,
geregelt angeblich in der EU,
 
das ist pro Quartal dann einmal,
den Terror überlebe ich nicht.
Mein Leben ist mein Kapital,
Wer weiß, was dann noch folgt?
 
Wer hat mich damit beschäftigt?
Worauf wollen die hinaus,
mich so zu schikanieren?
Wie kommt man da lebend heraus?
 
Wie kann einer nach Österreich flüchten
und hier leben wollen?
Bedrohung und Terror ohne Ende,
sogar noch im schönsten Lockdown.
 
Auf mich kommen 15 Monate Terror zu.
Ich glaube, die keulen Pensionisten
indem sie ihnen Lebenszeit enteignen.
Ich bin kein dänischer Nerz.
 
© Brigitte Waldner

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