Gabriele A.

So ein Gedöns..

auf den Dichterbrettern die die Poesie bedeuten


Bei eitel Sonnenschein grad neulich
auf der Parkbank Poesie
ein Ich und Du der Lyrik freilich
gestalten dort Selbstironie


Man fragt das Ich was machst denn Du
Ich schreibe schnell mal ein Gedicht
Ach so du hörst mir gar net zu
doch Alter nee das glaub ich nicht


Wer schreibt denn in der kurzen Zeit
Ich sag dir mal wie ich das seh
die Worte stehn doch nicht bereit
wenn ich denn mal von mir ausgeh


Du Säftel mach dir keinen Kopp
bei mir da purzeln die Gedanken
in Reih und Glied das geht hopp hopp
wenn sie sich um ein Thema ranken


Behalt die Weisheit doch für dich
Du warst noch nie der Allerschnellste
Ach geh doch fort meldet sich´s Ich
dafür bist du auch nicht der Hellste


Ich schreib mit Herzblut und Gefühl
dabei darf man nix übereilen
brauch Muse bei dem Wortgewühl
die muss die Silben passend feilen


Wer gerne schreibt das weiß ein Jeder
ist mit Herzblut Lieb dabei
meinst du ich kritzle mit der Feder
verschmier nur Tinte nebenbei


Beim Dialog an jenem Ort
sagt´s Ich das ist doch nicht zu fassen
hast damals schon in einem fort
die Aufsätze dir schreiben lassen


Ich kenne all die großen Meister
meint das Du bin sehr belesen
Die Antwort – das ist Scheibenkleister
das Heute zählt nicht was gewesen


Geistreich lebhaft etwas drüber
impulsiv wie man es kennt
warf das Ich zum Du hinüber
ich glaube dass dein Dachstuhl brennt


Jetzt halt einmal den Ball schön flach
hört Einer im vorüber gehn
hau dir sonst eins auf´s Dichterdach
kopfschüttelnd blieb der Mann dann stehn


Den Plausch von jenem Du und Ich
wird er sein Lebtag nicht vergessen
Wortfindungen beherzt und frisch
lagen wohl nicht im Ermessen


Bevor den Faden ich verlor
musste doch sehr herzhaft lachen
ging nach Haus in dem ich schwor
da werd ich mir n´en Reim drauf machen


© Nordwind

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