Gabriele Förster-Wöbke

Winter Anno Domini MCDXXXI


Im alten Ofen die Holzscheite knacken,
eisiger Wind bläst durch das Gebälk.
Im Dachstuhl sind morsche Balken am Sacken.
Noch macht das Dach was es soll, es hält.

Es rieselt der Schnee durch undichte Fenster,
die Läden sind halb schon verfallen.
Dunkelheit erfindet erneut Gespenster.
Schneewehen das Haus bald umwallen.

Die Bodendielen von Mäusen durchknabbert,
auch ihnen wird es draußen zu kalt.
Sie ahnen nichts von des Katers Gesabber.
Der junge Kater frisst sie schon bald.

Der harsche Wintersturm, er bauscht sich schnell auf.
Lagerndes Holz rasch zur Neige geht.
Frostklirrende Kälte macht vom Haus Gebrauch,
ihr nichts Wärmendes im Wege steht.

Der Sensenmann wartet schon sehr geduldig,
freut sich über die eiskalte Not.
Die Kälte, sie bleibt ihm nichts lange schuldig,
es folgen Hunger, Erfrierung,
 Tod.

 

© 2021 Gabriele Förster-Wöbke

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