Patrick Rabe

Ozeanliebe

Ozeanliebe

 

Wenn du meine Freundin magst,

dann darfst du bei mir sein,

doch wenn du sie nach damals fragst,

dann bitte, lass es sein.

 

Das Damals ist vergangen

und die Schatten an der Wand,

die haben wir gekostet,

und sind tausendmal verbrannt.

 

Wer vor der Frau scheut, kennt sie nicht,

die Tröstungen des Dunkels,

die Liebe weicher Haut bei Nacht,

Bad in des Luststrahls Funkels.

 

Wir sind in Nacht gesunken,

mit hellem Licht an Bord,

doch er war auch im Ozean,

an einem dunklen Ort.

 

Sie kam mir auf dem Highway froh

entgegen, es war heiß,

ein Polizist, er stoppte sie,

sie hatte Ocean Eyes.

 

Wer an derselben Stelle

noch weiter fuhr als sie,

der fand dort auch zu Jesus,

an einem Joshua Tree.

 

Die Spritze setzte Wasser uns

in unsre Venen und

wir sanken in ein Schlangengift

und wurden dort gesund.

 

Ich litt und starb, und ihr Triumph,

er machte mich so geil,

zerbrochen hockten wir dann da,

und wurden wieder heil.

 

Im Wasser einer Wahnsinnsnacht,

da fanden wir einander,

und ich erkannte Tränen, Angst und Leid,

und sie berührte Land da.

 

Da blickten wir uns an und war‘n

uns plötzlich liebend nah,

die Strömung ebbte ab, der Tod

verging, als ich sie sah.

 

Und wir umarmten uns im Glück,

umarmen uns noch immer,

wir küssen uns, verschmelzen froh

in meinem kleinen Zimmer.

 

© by Patrick Rabe, 6. Februar 2021, Hamburg.

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