Aylin

Der Specht

Der Specht

 

Er ist ein Specht mit glänzendem Gefieder,

es schimmert seine bunte Farbenpracht.

Nach all den Reisen, die er schon gemacht,

lässt er sich nun auf diesen Bäumen nieder.

 

Obwohl so viele Vögel hier gestrandet,

von dem mit Kettchen und dem Segelboot

bis hin zu solchen in sozialer Not,

ist hier ein Specht noch niemals je gelandet.

 

Sie alle feierten, sie stritten, logen

In den Jahrzehnten, die sie hier schon lebten,

Geschichten flöteten und Ränke webten

bis keiner war dem andren mehr gewogen.

 

Nun schauen alle auf den neuen Specht

Wie er sein Nest so schick und schmückend baut,

dass man am liebsten ihn sofort vergrault.

Sein frohes Trommeln ist hier keinem recht.

 

Drum trumpft man auf, zu zeigen, wer man ist!

Beschimpft ihn rüde, lässt ihm keine Ruh.

Doch grad noch freundlich, hackt der Specht jetzt zu -

mit Schnabelhieben, die man nicht vergisst.

 

Dann putz er ungerührt sich das Gefieder.

Da weiß sogar die aufgeblasne Taube

und gurrt erschreckt in ihre Vogeltraube:

„Was machen wir denn jetzt? Der geht nicht wieder…“

 

 

 

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