Jons Beucher

Phänomen Liebe

Die Liebe ist doch ein eigenartiges Phänomen.

Aus bald jedem Munde sind Ratschläge und Meinungen  zu vernehmen.

Doch Hand auf‘s Herz, wer in großen Floskeln davon redet, sollte das, was er spricht auch so Leben.

Stattdessen sehe ich um mich herum unentwegt Krisen- viel nehmen und dabei möglichst wenig geben.

Die Versprechen sind groß,
doch die Versuchungen sind riesig. Darling, setz‘ Dich auf meinen Schoß.

Du stellst dich als Lali vor, nach dem Teasing, dem wilden Knutschen und der süßen Gemeinsamen Nacht, musst du im Morgengrauen los.

Deine Nummer kenne ich nicht, suche auf Tinder, auf Instagram und Facebook, du hast mir den Kopf verdreht, wie finde ich dich bloß? .

Medial erzeugte Pseudoideale, sexuelle Irritation, dadurch obligatorische Frustration sind Begleiterscheinung unserer heutigen Welt.

Zu oft geht es nicht mehr um wahre Gefühle, um Nähe und Geborgenheit.

Ein Blick ins Web genügt, wir sehen, es geht um Geld.

Die Versprechen sind geschwängert von Hoffnung auf das, was vor langer Zeit mal als normal galt.

Empfindungen beim ersten Blick, beim ersten Fick, dann war klar: mit Dir werd‘ ich alt.

Diese Zeiten waren jedoch überlagert von den Schatten der beinahe anarchistisch agierenden Regieme der vergangenen Epochen,

Welch Glück erlebe ich zu meinem Lebtag den Wandel, Frauen dürfen arbeiten, sie dürfen fliegen lernen und ich darf kochen.

Welch horizontlose, bronzezeitliche Haltung, das Patriarchat.

Die alltäglichen Berichte, Zwangsheirat, häusliche Gewalt, Beschneidung, Unterdrückung, langsam wird‘s fad.

Es ist doch das leichteste der Welt, im rechten Moment zu schweigen und im richtigen zu sagen, was du empfindest.

Wenn schon wohlwollende Worte das Wachstum der Pflanzen stärken, wie tun sie es wohl mit dem des Kindes?

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