Maite Ida Hahn

Triste Träume

Die Türen meiner selbst stehen offen, der Raum in ihnen leer,

Kalt ist es im Innern, die Decke benebelt und verraucht.

Von außen kaum sichtbar, doch drinnen färbt sich schon die Wand

Es ist die Farbe des Schimmels der meinen Seele langsam frisst.

 

Zu lang schon zerfällt sie in sich

findet keinen weg mehr nach draußen

und die Wege im Innern, sind alle düster und leer.

Das Licht aus dem Fenster ist alles,

was manchmal noch an das Leben erinnert.

 

Trübe Blicke starren umher,

doch draußen wie drinnen

die Welt ist meist bedeckt von tief hängenden Wolken.

 

Ich will raus und doch, will ich mich vergraben in mir selbst.

Weiß nicht mehr was jetzt und was morgen heißt

die Tage verschmelzen zu einem einzigen grauen Band.

Aufstehen oder auch nicht, macht das noch einen Unterschied?

Existiere Tag um Tag

doch nichts in meinem Kopf worüber ich nachdenken könnte,

nichts in meinem Körper was mich aus der Leere zieht.

 

Ist es heute vorbei?

Morgen, oder vielleicht übermorgen?

Realität ist langweilig, Fantasie zu anstrengend

Ich will allein sein, doch fühle ich mich so einsam

reden ist zu viel und meine Worte sind zu wenig.

 

Langeweile zieht sich

immer länger und länger

sie schlingt sich um mich, quetscht und drückt

schneidet tiefe Wunden in mich hinein.

 

Und doch weiß ich das sie alles ist was mir bleibt

alles woran ich mich noch festklammern kann.

Schwindet sie, weiß ich nicht was von mir noch übrigbleibt,

eine leere Hülle aus Haut, Blut und Fleisch

ohne Gefühl und ohne Gedanken.

Was bin ich denn noch?

Bin ich überhaupt?

Oder ist das alles doch nur ein weiterer trister Traum?

 

 

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