Gabriele A.

Als der Sturm aufzog…. II

 

Klammernd an die Zeit
als der Himmel noch voller Geigen hing
die zu rasch verklungen waren

Alles was ihr blieb
ein unheilvolles Wolkenmeer
mit einem aufziehenden Gewitter

Tage voller Angst wuchsen
schreckhaft in die Jahre
Nur als Schatten ihrer selbst
schlich sie ängstlich durch den Tag

Wie sehr sie sich auch bemühte
es war NIE gut genug

Worte wie Peitschenhiebe
die so sehr verletzten
wie seine brutalen Faustschläge

 

Die Liebe floh aus der Tür
als die Gewalt und Wut
mit schweren Schritten
über die Schwelle kam

 

Hatte sie die Warnsignale übersehen
und zu viel Hoffnung in ihre Liebe gelegt
dass sich alles zum Guten wenden würde


Es gab so viele schlechte und
extrem schlechtere Tage
überhaupt wenn er sich wieder
übergangen fühlte auf der Arbeit
und den Ärger runterschlucken musste

Ohne Vorwarnung zog er an ihren Haaren
schleifte sie ins Schlafzimmer
dreht die Musik laut auf
und die Qual der Misshandlung
nahm abermals seinen Lauf

 

Der Schal verdeckt die Würgemale
die Sonnenbrille das geschwollene Auge
und der langärmelige Pullover
verbirgt die vielen Blutergüsse
Narben und geheilten Brüche

 

Das sind die schlechten Tage
und in ganz schlimmen Zeiten
kann sie vor Schmerzen nicht mehr laufen
geprellte Rippen und blutend muss
sie immer wieder genäht werden

 

Der Peiniger in ihrem Leben
hält den Kerkerschlüssel ihrer Angst
fest in seiner Hand

und frisst ihre Seele auf…

 

© Nordwind

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