Hanns Seydel

LEONIDAS UND DIE NIEDERLAGE BEI DEN TERMOPYLEN

Die Perserkriege : Xerxes, der Erste, persischer Großkönig und ägyptischer Pharao sowie der persische Großönig Daraios, der Erste, wollten mit Gewalt Griechenland ihrem
Reich angliedern.

Im Rahmen meiner Begeisterung für Geschichte hatte ich schon lange vor, ein Gedicht über die Spartaner zu schreiben, die ersten Verse hatte ich bereits im Kopf, dann hatten andere Gedichte (Mythologie und Lyrik) aber Vorrang. Olaf Lükens Erwähnung von "Leonidas" in seinem Kommentar zu meinem Gedicht "Das Ende von Troja und das Drama um Kassandra" inspirierten mich dazu, andere Gedichtvorhaben vorübergehend zurückzustellen und dieses Gedicht fertigzustellen; Olaf Lüken sei an dieser Stelle gedankt ! - Hanns Seydel




Zeit des Friedens, sie verrann,
der zweite Perserkrieg begann.
Xerxes und Daraios, der Griechen Feinde,
die Gesinnung wars, die sie vereinte.
Griechenlande zu erobern,
das tat ihr Wille fordern.
Maßlos war ihr Drang, sich zu erweitern,
auch wenn andre Länder sollten leiden.

Sparta zu besitzen, war ihr Ansinnen,
es kam ein schreckliches Beginnen.
Ihre Truppen waren tausendfach,
immer nur laut lärmend mit viel Krach.
Die Schlacht, sie rückte immer näher
und sie schickten aus die Späher.
Denn immer wollten sie gewappnet sein
für Angriff`, zahlreich wie der Menge Stein`.

Leonidas war Spartas Herrscher,
der wurde stark und immer stärker.
Die Spartaner waren Kämpfer,
und Niemand sonst war härter.
Sich wollten sich nicht unterwerfen
und sich nicht lass` beherrschen.
Es stand zu Vieles auf dem Spiel,
unabhängig sein, war stets ihr Ziel.

Sparta ward verteidigt immer besser,
zu den Thermopylen zogs die Perser.
Die Thermopylen warn strategisch wichtig,
denn wer sie beherrschte, der war mächtig.
Sie ist `ne Engstelle zwischen dem Golf von Malia,
einer Bucht im Ägäischen Meer, und Kallidromo,
ei`m riesig hohen Bergmassiv, wie Keiner sah,
dort warn Felsenbrocken krassest roh.

Durch den Golf, der engen Bucht im Ägäisch` Meer,
gehörend zu Mittelgriechenland, fuhr der Perser Heer.
Die Spartaner brachen auf bei stärkstem Regen,
nur das Ziel, es konnte sie zutiefst bewegen.
Mit ihren Schiffen fuhren sie entschlossen,
der Drang zu siegen, er war unverdrossen.
Ihre Schiffe warn stabil und stark gebaut
und manche Kämpfer warn bereits ergraut.

Die Entscheidungsschlacht begann ganz krass,
Spartaner und Perser warn erfüllt von Hass.
Sechstausend Spartaner gegen hunderttausend Perser
und an forderster Fronte kämpfte Spartas Herrscher.
Die Spartaner waren mehr als chancenlos
und die Verluste wahrlich riesengroß.
Bei den Spartanern warn dreihundert nur noch übrig,
doch Leonidas ward niemals, niemals müßig.

Nahkämpfe wie sie vorher nie gewesen,
Spartaner und Perser sich lieferten.
Die Seelen Aller warn extrem am Beben,
mächtig starke Antriebe sie führten.
Sie schwangen die Schwerter mit einer Wucht,
dass herb erzitterte sogar die Luft.
Da ward gemordet und geschlachtet,
entfesselt ward der Andere verachtet.

Leonidas verlor sein Leben,
zu unvorsichtig war sein Streben.
Dreihundert gegen restlich über Tausend,
da kann nur kommen Untergange grausend.
Xerxes marschiert unerschütterlich auf Athenen hin,
doch Feldherr Themistokles durchquert seinen Sinn.
Denn evakuieren ließ er das hehre Athen,
dagegen konnte Xerxes nicht bestehn.

So warn des Xerxes Truppen in ei`m leern Athen,
so wie später Napoleon in ei`m leeren Moskau.
Der Drang, sich zu verteidigen, kann nie vergehn,
auch wenn die Aussicht, sie ist noch so grau.
Und Leonidas, er ahnte es ganz sicher :
Griechenlandes Sieg kommt noch und nöcher.
Bei Plataiai und Salamis, die Griechen überzeugend siegten,
doch das Stärkste war des Spartas Mute bei den Termopylen !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 25.02.2021 - 27.02.2021
( Werk 233 )

Hinweis :
Der geneigten Leserschaft wird empfohlen, bei Interesse, sich den Film "300" (Die Schlacht bei den Thermopylen, mit einer genialen Filmmusik von Tyler Bates) von 2006 anzusehen (sofern sie ihn nicht bereits kennt); der Film müßte unter youtube noch verfügbar sein, zumindest der Trailer und wichtige Szenen. - Hanns Seydel

 

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