Manfred H. Freude

Der Baum

Der Baum

Der Baum er steht am Straßenrand
er fasst den Boden mit der Hand
Er greift, auf das er riesig werde
mit seinen Wurzeln in die Erde

Und das der Saft in Blätter leite
er greift in Tiefe und auch Weite
Er steigt empor in Himmels Höhe
Auf das sein Grün ins Blaue flöhe

Er steht so und das glaubt man kaum
grad so fest als wie ein Baum
Er bietet Platz und auch Schutz
und ist dem Mensch wie Tier von Nutz

Keiner kann ihm widerstehen
im Vorbeigehen anzusehen
Und des Baumes ganze Pracht
Die hat die Natur gemacht

Worunter wir Zu Hause sind
Das genossen wir als Kind
Und dort wo nicht ein Vogel wohne
Dort stiegen wir bis in die Krone

Dort oben in den höchsten Ästen
dort empfängt er sich mit Gästen
Und wo am Stamm sich leben lässt
dort baut der Specht sich jetzt ein Nest

Der Baum er steht am Rand vom Feld
für ihn ist Anfang vom Ende der Welt
Er selber steht hier ohne eine Not
Er selber hält das Leben und den Tod

Er hält den Kopf tief in der Erde
er führt ein Sein, er führt ein Werde
Die Beine strampeln in den Himmel
hat keinen Arsch, zeigt keinen Pimmel

Im Frühling schlägt er Blätter aus
Im Sommer nährt er Spatz und Laus
Im Herbst da wird er gelb und rot
Im Winter weiß und dürr wie tot

Der Baum der ist in jedem Fall
eine Zierde überall
So mancher trägt zur Blütenzeit
ein duftend schönes Blütenkleid

Er hält in Regen und auch Winde
Seine eigne Haut die Rinde
Er atmet stets bei Wind und Wetter
Bei Tag und Nacht durch seine Blätter

Und in der Landschaft stört er kaum
Er gilt als eigener Lebensraum
Als eigene intakte Welt
zu der sich manches zugesellt

Der Baum er gibt den Menschen Kraft
wenn er so steht in vollem Saft
Der Baum er gibt im Leben Raum
drum heißt er auch der Lebensbaum

Ist auch das Leben schwere Last
Ein kleines Stück, ein Zweig vom Ast
So ist es leicht und zweifelsohne
so leicht vom Stamm bis in die Krone

Und ist einmal sein Leben aus
Wird er ein Teil von deinem Haus
So ist dein Leben unumwunden
Auch stets mit einem Baum verbunden.













Aachen, 2004-08-11

*************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude *1948 in Aachen

Lyrik, Philosophisches, Escapistenlyrik, Natur, Jahreszeiten, Liebe, Tod, Das Leben, Erfahrungen, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle,
© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.08.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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