Rudolf Linder

Versöhnung

Du hegst in dir wiedermal Groll.
Verzeihen kannst du Geschehenes nicht.
Du bist bis zum Hals damit voll

und brütender Ärger verzieht dein Gesicht.

Dein Herz ist verletzt, ist dunkel und schwer
und grübelnd denkst du hin und her.
Dein Gemüt ist gereizt, ist voller Wut-
das schadet dir, tut dir nicht gut.

Der Andere ist weg, die Tat vorbei -
doch deine Gedanken sind noch nicht frei.

Sie drehen sich um das Geschehen,
wollen einfach nicht vergehen.

Mal langsam, mal schnell,
du kannst sie nicht lenken, wie's Karussell,
so dreht sich's im Kreise - du bist wie gebannt.
Doch hast die Erlösung du selbst in der Hand.

Reich sie dem Andern, sag "Bitte verzeih,
das ich dir gegrollt. Ich gebe dich frei."
Erfreu dich an seinem erstaunten Gesicht.
Lass wirklich los und hadre nicht.

Und kannst du das wirklich von Herzen tun,
dann wird der Ärger in dir ruhn.
Was auch geschehen, es ist nun vorbei -
und deine Gedanken sind wieder frei.

***

RL 520

 

 

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Rudolf Linder).
Der Beitrag wurde von Rudolf Linder auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.03.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Gedichte der Liebe. Drum laß mich weinen von Barbara Priolo



Von Liebe und Verletzlichkeit sprechen die Gedichte Barbara Priolos in immer neuen,überraschenden Variationen. Sie benennen die Süße erwachender Zuneigung, die Inbrunst fraulichen Verlangens nach Zärtlichkeit, und sie wissen zugleich von herber Enttäuschung, von Trennung und Leid des Abgewiesenwerdens. Deswegen aufhören zu lieben wäre wie aufhören zu leben. ** Das Schönste ist,was man liebt **, bekennt die griechische Lyrikerin Sappho auf Lesbos. Diese Einsicht-aus beselingender und schmerzlicher Erfahrung wachsend-ist Ausgangspunkt der sapphischen Dichtungen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Einsicht" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Rudolf Linder

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Verstand von Rudolf Linder (Einsicht)
Ich bin von Elke Lüder (Einsicht)
Rückzug von Hans Witteborg (Abschied)