Patrick Rabe

Artus (Camlann am Morgen) Für J.

Artus

(Camlann am Morgen)

 

Die Bande ist zerbrochen und ich schwanke,

und ein Verräter stützt mich, der mich innig liebt,

jedoch die Liebe ist ein Werk von Rauschtrank,

er macht mich schwach, wenn er mir Hilfe gibt.

 

Er trägt die Rüstung, die bei uns hier üblich,

jedoch auf kleinstem Nenner, den er leisten kann,

er ist Chinese, doch er riecht nicht lieblich,

nach Sumpf und Sabber stinkt der Todesmann.

 

Er ist als Geist im Schlachtfeld nur zugegen,

er ist nicht leiblich hier, und doch, er quält

mich jede freie Stunde mit dem Segen

des Untergangs, sagt, wir wären vermählt.

 

Er ist ein Opfer, doch was macht das anders?
Er folgt ja dennoch seinem alten Herrn.

Er trägt zwar unser Schwert und Degen,

doch mordet feige mit dem Ninjastern.

 

Und wenn wir stehen auf der Heide, und er stützt mich,

-und manchmal denk ich, es ist Bedivere-

dann rammt er ihn in mich und ritzt mich,

und murmelnd stürz ich weiter wie ein Tier.

 

Und Mordred ist mein Sohn, Gawain mein Neffe,

und Lancelot der Freund, den ich verlor,

doch Morgan ist die Süße, die ich treffe,

sie steht mit Nimue vor dem Apfeltor.

 

Für J.

 

 

 

© by Patrick Rabe, 13. März 2021, Hamburg.

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