Hanns Seydel

DER KIRCHEN HOHE EMPORE

( Dieses Gedicht wurde inspiriert durch die wunderbaren Kommentare zu meinem Gedicht "Die Sakristei". - In Dankbarkeit Hanns Seydel )

Der Kirchgang ist gekommen,
er ist wichtig für die Frommen.
Sonntag ist der Tag des Herrn,
in die Kirche kommt man gern.
Des Glaubens Überzeugung,
sie kennet keine Beugung.
Wenn sonntags ist der Kirchgang möglich,
dann ist nichts mehr täglich kläglich.

Das Gotteshaus hat höchste Weihe,
dies werd` Gläubge nie verneine`.
Ihre Wendeltreppe führt nach oben,
zur Empore, auch dort ist Gott zu loben.
Es ist jetzt vor dem baldgen Messbeginn,
zur Empore hoch, das haben Einige im Sinn.
Denn die Kirchenbänke sind gefüllt,
dort sitzet, wem es unten mehr gefällt.

Den Anfang nach oben macht der Organist,
der seine Noten bei sich hat und nie vergisst.
Und zu der hoch erhobenen Empore,
da steiget auch der ganze Chore.
Die Messe hat begonnen,
durch der Kirche hohe Fenster
scheint die goldne Sonnen,
doch die Gläubgen werden ernster.

Priester, Mess- und Kirchendiener
kommen aus der Sakristei herein.
Es hat sein` große Stund` der Spieler,
der Organist, die Orgel tönt hinein.
Der Chor erschallt in stärkstem Klang,
es wird gehört der schönst` Gesang.
Die Orgel und der große Kirchenchor
erfreun der Gläubgen feines Ohr.

Doch auch auf Kirchens hoch Empore
hört man, wenn das Wetter sich empöre.
Denn dort ganz nah sind Kirchens Fenster,
es wird vernommen, wenn Wetter werdet strengster.
Wenn Wetters Winde wuchtig wogen,
dann hört mans auch da oben.
Die Sonn` ist weg, draußen wird es finster,
doch Lichter brenn` bei Kirchens Fenster.

Gegen Kirchens höchste Fenster brandet
ein wütger starker harter Sturm.
Ohne Rücksicht ist er dort gestrandet,
doch Empore ist sicher in Kirchens Turm.
Und unabhängig ist vom Wette`
diese heilig hehre Stätte.
Auch zur allerhöchst` Empore
dringt Priesters starke Stimme.

Lesung, Evangelium, es folgt die Predigt
und die heilig hohe Wandlung.
Auch auf der Empore ist man tief beseligt,
da gibt es niemals eine Änderung.
Der Gang zur Heilgen Hostie
ist nicht einfach für Gebrechliche,
die hinuntersteig` die Treppe,
denn Manche sind Zerbrechliche.

Doch es passieret nichts,
es leuchtet des Glaubens Lichts.
Wer nicht kann gut gehn,
den Rückgang wird er doch bestehn.
Auf Emporen wieder angelangt,
ist man auf das Weitere gespannt.
Den Schlußsegen spricht der Priester,
andachtsvolle Weihe kommt hernieder.

Der Heilgen Messe Ende ist erreicht,
alles Weltliche, es war erbleicht.
Das Schlusslied wird gesungen,
das viel zu schnell ist stets verklungen.
Emporens Gäste, Chor und Organiste,
ernsthaft schreiten zu der Treppe,
die führet von der hoch Empore
zu dem festen Grund der Erde !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 10.03.2021 - 12.03.2021
( Werk 236 )


 

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