Inge Hoppe-Grabinger

Der Faden, der Zwerg Laurin und der Held Wittich


Vor vielen, vielen Jahren, da gab es in den Bergen,
umgeben von Gefahren, ein Königreich von Zwergen.
Die Burg war aus Kristall, so unterirdisch schön,
Diamanten überall, die warn im Berg zu sehn.
Und vor dem Eingang standen in allerschönsten Posen
(ein Zaun war nicht vorhanden) im Garten lauter Rosen.

Ein dünner Seidenfaden umschlang den ganzen Garten,
um Gäste - ungeladen - als Feinde zu erwarten.
Der König hieß Laurin, dem fehlte eine Braut:
als Zwerg bekümmert's ihn: es siegt nur, wer sich traut.
Die Schöne hieß Simhilde, die wollte er umwerben,
doch gab es viele Freier, bereit für sie zu sterben.

Laurin war zwar nur klein, doch fiel ihm etwas ein:
Simhilde konnt allein mit List gewonnen sein.
Es kämpften viele Recken. Was führt Laurin im Schilde?
Mit einer Nebelkappe entführte er Simhilde!
Die Kämpfer, ganz benommen, die suchten die Begehrte
und haben dann vernommen: da gibt es eine Fährte.
Und stapften lang durch Berge, durchsuchten das Gelände.
Das Reich der kleinen Zwerge, das fanden sie am Ende.

Und Wittich, der tumbe Streiter, mit Wut, mit Wut geladen,
der wusste nicht mehr weiter und zerriss den seidenen Faden!!!
Die Rosen in ihrer Blüte und so manchen nützlichen Strauch
- verwirrt war sein Gemüte - den zertrampelte er auch!!!
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Der Wittich bekam sie nicht:
die schöne Prinzessin Simhilde und auch nicht Laurin, der Wicht.
Ein völlig nutzloser Recke, der bekam Simhilde zur Frau,
vergessen ist die Geschichte, warum nur, weiß keiner genau.

Der schöne Faden aus Seide  - ich schluchze in mein Kissen -
und keiner weiß, wie ich leide, wurd ganz umsonst zerrissen ..........

27. März 2o2l - ihg -



 

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