Hanns Seydel

DIE ARBEITEN DES HERAKLES


Zeus und Alkmene einstens zeugten
Herakles, den konnt` nichts beugen.
Seine Kraft war sondersgleichen,
keinem Hindernis wollt` er entweichen.
Drakonisch drastisch donnert derb
der Siegerwille brandend herb.
Kräftig kämpft der spätre Sieger,
er ist und bleibt ein starker Krieger.

Herakles, er sonnte sich in seim Erfolg,
er war ein Held mit seinem Mut fürs Volk.
Aber es kam für ihn viel Unheil,
so wuchtig wie des Henkers Beil.
Eurystheus, König von Tiryns und Mykene,
ihm war Herakles zum Dienst verpflichtet.
Doch es kam des Schicksals Schwere,
die das frühre Glücke hat vernichtet :

Der Helde weigert sich, den Dienst zu leisten,
Eurystheus war extremstens aufgebracht.
Wie konnte Herakles sich dies erdreisten
war der Gedanke des Königs auch bei Nacht.
Göttermutter Hera, immer rachsüchtig,
war außer sich und wurde giftig.
Mit Wahnsinn überzog sie Herakles,
für den Helden gabs nichts Böseres.

Megara, Tochter König Kreons von Theben,
war die Frau des Helden Herakles.
Kinderglück konnt` er mit ihr erleben,
doch Frau und Kinder mussten sterben.
Denn des Helden Wahnsinn,
der war ein tödlicher Beginn.
Frau und Kinder bracht` er um,
da ward er traurig, still und stumm.

Der Wahnsinn wich sofort von ihm,
vorbei war der grauenhafte Grimm.
Das Orakel von Delphi fragt er voller Reue :
"Was kann ich tun für mein Glück aufs Neue ?"
Die Antwort war, wie er sie hat verdient :
"Zu Eurystheus geh` und stell` Dich in sein` Dienst !"
Denn dadurch werde ihm die Mordtat vergeben
und erhalte hinterher der Götter Segen.

Mit einer selbst geschnitzten Keule
machte er sich auf in schnellster Eile.
Götterbote Hermes schenkte ihm ein Schwert,
das war für ihn von größtem Wert.
Lichtgott Apollon schenkte ihm Pfeil und Bogen,
so bewaffnet kam er zum König gezogen.
"König, ich stelle mich in Deine Dienste."
"Herakles, sie hat sich gelohnt, Deine Reise."

Herakles musst` vollbringen viele Arbeiten,
die ihm allergrößte Mühn bereiten.
Den riesenahft` Nemeischen Löwen
tat er kräftigst krass erwürgen.
Die neunköpfige Hydra, eine gräßliche Schlange,
enthauptet er mit stärkstem Schlage.
Die Kerynitische Hirschkuh, die Felder verwüstete,
jagte er, fing sie ein und dann, er sie fesselte.

Den Erymanthischen Eber trieb er aus dem Wald
und der Eber ermüdete sehr bald.
Ausmisten musst` er große Rinderställe,
der Gestank dort war der schlimmste aller Fälle.
Die Stymphalischen Vögel, die Ernten vernichten,
tötet er mit seinen vergifteten Pfeilen.
Den gefährlichen Kretischen Stier
bändigt er und führt ihn zu des Königs Tür.

Die grauenhaften, menschenfressenden Rosse des Diomedes
führte er zu diesem hin, sie fraßen ihn, dann führt er sie zum Ufer des Meeres.
Den Gürtel der Amazonenkönigin Hippolyta soll er beschaffen,
er kämpft mit ihr und besiegt sie mit seinen schweren Waffen.
Riese Geryon, der raubte ganze Rinderherden, war ein harter Brocken,
doch Herakles, er tötet ihn und war auch hier wie immer unerschrocken.
Die Hesperiden, geheimnisvolle Nymphen, ließen übergroße Äpfel wachsen,
Herakles bewog ihrn Vater, den Riesen Atlas, die Äpfel für ihn zu pflücken.

Kerberos, den Wachhund der Unterwelt, musst` er nach oben bringe`,
Herakles besiegt das Höllentier und schleppt es zum König guter Dinge.
Iason und die Argonauten musste er begleiten, zu holn das Goldne Vlies
und nach der Rückkehr, Herakles die Argonauten wieder verließ.
Herakles musst` nach Troja zu Laomedon, dessen Tochter Hesione,
an einen Fels gekettet, von Ketos, eim Meeresmonster, ward verfolgte.
Herakles rettet Hesione, indem er das Ungeheuer tötet durch sein` Kraft,
seine Arbeiten sind jetzt erledigt und bewundert wurde seine Macht !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 29.03.2021 / 30.03.2021
( Werk 239 )




 

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