Hanns Seydel

M O N S U N


Ein` großräumge Luftzirkulation,
das warn Monsune immer schon.
Tropen und Subtropen sind ihr` Heimat,
Gefährliches, es find` dort statt.
Denn Monsunens arge Winde
vertreiben Liebliches geschwinde.
Entfesselt ist Natures Wirken,
Gefährliches kann sie verstärken.

Aufgebracht ist ärgstes Wetter,
da gibt es keinen irdschen Retter.
Denn die Feuerwehr ist machtenlos
gegen eine Not, die ist riesengroß.
Unerbittlich ist Natures Stimme,
wenn sie kündet grausam schlimme
ein derart krasses Unheil,
das unerbittlich wachset steil.

Des Monsunens Wind weht widerlich,
das Unheil, es kommt fürchterlich.
Des Hauses Dach ist sehr gefährdet,
das Toben sich noch mehr gebärdet.
Sturmwind, das heißt stets Gefahr,
denn das Unheil bietet krass sich dar.
Beschädigt werden Sträucher,
die Natur ist wie ein Ungeheuer.

Doch länger als Monsunens Wind,
es dauert des Monsunens Regen.
Hinein ins Haus, es rennt das Kind,
unversehrt daheim, das ist der Segen.
Des Monsunens Regen prasselt mächtig,
seine Ströme sind wie stets geschäftig.
Und Wind und Regen kommen nicht allein,
der Sturm ist stärker als der stärkste Stein.

Schlimm und grausam schrecklich
heult der Sturme im Diskant.
Da ist Missmut oftmals menschlich,
denn alles Angenehme ist verbannt.
Der Frauen Augen sind am Weinen,
der Kinder Kehlen sind am Schreien.
Das Haustier, es muss kommen rein,
denn des Hauses Ruhe, die ist sein.

Des Sturmes Wind und Sturmes Regen,
für Zerstörung sind sie stets zugegen.
Denn Wind und Regen sind bedrohlich
für Vögel, die sonst zwitschern fröhlich.
Nur Adler, Falke, Rabe, Habicht
sind dann dort noch lang in Sicht.
Kein Sturm, kein Wind, kein Regen
kann stärkste Vögel je vertreiben.

Kleinste Tiere schwimmen in ihrm Blute,
es ist ein Anblick schlimmster Not.
Verängstigt ist die größte Stute,
sie sieht der kleinen Tiere Tod.
Der Monsun, er hämmert grausam wild,
wenn er seinen krassen Hunger stillt.
Sein Wesen, es ist grauenhaft verzerrt,
allem Schönen ist die Sicht versperrt.

Kambodscha trifft es stets besonders hart,
dort sind Passatwind und Monsune eng gepaart.
Zu allem Überfluss kommt noch Gewitter,
es ist ein widerliches Wetter.
Wenn allerfinsterste Gewitterkraft
heftigst brandet mit der höchsten Macht,
dann herrscht Verzweiflung überall,
denn man hört des Bösen üblen Schall.

Verzweifelt sieht der Mensch Vernichtung,
sie ist die bitterste Verrichtung.
Der Monsunwind kennet keine Gnade,
er ist krass in höchstem Grade.
Der Mensch, er höret schlimme
der Nature allergrellste Stimme.
Doch Regen, Wind und Stürme,
sie enden und es kommet Wärme !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 02.04.2021 - 05.04.2021
( Werk 242 )



 

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