Brigitte Waldner

Ein Räuber kommt ja nie allein

Ein Räuber kommt ja nie allein,
er wird stets in Begleitung sein
von der Person, die aufpasst.
Man sieht sie an der Ecke stehn,
den Kopf nach allen Seiten drehn,
man wundert sich schon fast,

warum sie lange dort verharrt,
man fühlt sich schon von ihr genarrt,
und merkt nicht, was passiert.
Dabei wird man auch abgelenkt,
vom Räuber wird man nicht beschenkt,
man wird nur ruiniert.

Ein jeder Raum wird durchgewühlt,
ein leerer Platz wird zugemüllt,
der Boden wird verdreckt.
Der Räuber ist ein Profimann,
der außer Rauben nicht viel kann,
und das wird noch verdeckt.

Er tut ja nie den Opfern was,
er unterstellt dem Opfer Hass
und sehr viel Fantasie.
Auf frischer Tat einmal erwischt,
wird eine Lüge aufgetischt,
dem Opfer glaubt man nie.

Er kommt mit Waffe und Gewalt,
steht man im Wege, wird geknallt,
er schießt auf Mensch und Tier.
Er trägt das Beste aus dem Haus,
er plündert immer wieder aus,
er öffnet jede Tür.

Den Einbruch sieht man nicht einmal,
da er die Schlüssel vorher stahl,
und kommt bei Tag und Nacht.
Wenn doch ein Zeuge einmal sieht,
dass Ungereimtes wo geschieht,
wird nichts ans Licht gebracht.

So haben Räuber freie Hand
in einem schönen Ferienland.
Sie leben gut und frei.
Sie rauben ja nur bei Privat,
sie holen sich halt, was man hat,
was soll die Polterei?

© Brigitte Waldner
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.04.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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