Gabriele A.

Das verlorene Gesicht


Einst traf die Lüge auf ihr Antonym
und reagiert entsprechend ungestüm
scheinheilig wie sie jene gleich anranzte
als Trugbild flugs im Harnisch sich verschanzte


So dass ein falscher Eindruck just entsteht
für jeden Fremden der vorüber geht
und raunzt du wagst es mich zu übersehen
wohl ferner gar zu dumm mich zu verstehen


Die Worte waren nichts als leerer Dunst
doch überzeugend schon die Schauspielkunst
da fällt ins Wort von unten links die List
vielleicht auch nur weil du zu feige bist


Die Wahrheit spricht: Was ist denn dein Problem
bin dir doch allemal zu unbequem
Merk dir für heut und alle weit´ ren Tage
was sagt es dir wenn ich nichts dazu sage


Und außerdem wie wär´s mit Augenhöhe
ganz einfach da ich dich dann besser sehe
ich weiß du bist darüber nicht entzückt
versteh es redet sich so schlecht gebückt


Du überdehnst mich äußerst gern mitnichten
lebendig oft mit Phantasiegeschichten
ja merkst du´s nicht oder du wirst dement
da man die Mär schon anders von dir kennt


Du hältst noch daran fest und bist pikiert
wenn man dich mit der Wahrheit konfrontiert
du raffst es nicht empfindest auch noch Freude
wenn´ s Fundament durchzogen schon von Räude


Mit Widersprüchen die von dir gelinkt
und´ s Lügenhochhaus jetzt zum Einsturz bringt
Man hat die Ehrlichkeit sehr lang geknüttelt
wen wundert ´s dass der Sturm des Lebens rüttelt


den Baum der Unwahrheiten gnadenlos
die faulen Früchte fallen rigoros
Gerechtigkeit ist´ s die solange weht
bis jener Knorrige ganz nackt da steht

Die Assoziation erinnert leider
an Selbstbetrug und „Kaisers neue Kleider“
Die Weisheit hat das Recht auf ihrer Reise
dass sie vom Quell der Wahrheit Wasser speise

 

© Nordwind

 

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