Stefanie Roswitha

Die Bank

Weit weg entfernt an fremden Ort
vor einem frischen Grabe
sitzt immer trostlos fort und fort
auf dieser Bank ein Leidender aller Tage.

Die Bank, sie kennt das Herzeleid,
dem Wunsch, der in dem Herzen
des Lebensmüden lautlos schreit:
Herr, Gott nimm mir die Schmerzen 
und kürze meine Wartezeit.

Zu schnell nahmst du sie fort
die meines Lebens Stütze.
Hier wartet sie an diesem Ort
und weil ich keinem nütze
sei gnädig mir, mach's wie bei ihr. - 

Dann kommen her zu dieser Bank
zum Abschied "fahre wohl" zu sagen;
und wieder muss die alte Bank 
meiner Lieben Herzeleid ertragen.

Friedlich und still liegt unser Grab,
bedeckt vom Winterkleide;
Auch jetzt fallen Flocken herab
für eine längere Bleibe.

Bald ist's als hätt die Sonne
dem Winter "fahre wohl" gesagt,
und eine weiße Blütenkrone
eines Schneeglöckchens hat es gewagt

endlich den Frühlich einzuläuten;
der Mutter Erde Auferstehen
lässt bunte Blumen uns erfreuen
und unserer Lieben Wiedersehen.

 

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