Günter Weschke

Meeresrauschen

Meeresrauschen


Seit Tagen steht sie schon an der Küste,
wartet auf ihn, den Mann den sie liebt.
Sie starrt auf die riesige Wasserwüste,
mit bebendem Herzen, ob es ihn wohl noch gibt?

Vor Wochen hatten sie Abschied genommen,
er trat seine letzte Seereise an.
Sie hatten sich in die Arme genommen,
jetzt wartet sie hier, auf ihren Mann.

Im Donnern der Wellen, wenn sie zerschellen,
schreit sie seinen Namen, "Tobias, ich brauche dich hier,
wo bist du mein Liebster, ich geh in die Wellen,
dann bin ich für immer, für immer bei dir."

Der alte Kutter, der Sturm und die Wellen,
sie kämpfen vergebens, keine Hilfe in Sicht,
sie werden dort vorn an den Felsen zerschellen,
Er ruft ihren Namen, "Rebecca, ich schaffe es nicht!"

Rebecca, die Frau, sie steht an der Küste,
sie ist erschöpft und Tränenleer.
Sie geht in die Wellen, als ob sie es wüsste,
Tobias verloren, er kommt nimmer mehr.

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