Andreas Vierk

Aus Holland

 

 

 

Schau nicht zurück. Wir müssen wanken
und unsre Stirnen hissen.

Heut muss ich an der Wehsal kranken.
Die Zeit besteht aus morschen Planken,
betrunkenem Vermissen.

Auf meinen Schlüsselbeinen keimte
noch gestern deine Hand.
Wie sich der Wind dem Atem reimte
und regensacht die Lider leimte
auf das besäte Land!

Wir sind maskiert, ich darf nur winken,
und will doch bei dir liegen,
in deinem Pulsen zu versinken.
Mein Leib besteht aus hundert Finken,
doch weigert sich, zu fliegen.

Das Blau erinnert sich nicht mehr
der streifigen Kondens.

Die Zeit kennt keine Wiederkehr.
Von ferne kommt Gewitter her,
erwürgt den frühen Lenz.

 

 

 

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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