Hanns Seydel

MEDUSAS UNHEIL


Medusa war ein` der grauenhaft` Gorgonen,
Schreckgestalten mit Schlangenhaaren,
die Keinen wollten je verschonen
und immer hassbesessen waren.
Versteinert war Medusas finstrer Blick,
sie stand stets für ein schlimm` Geschick.
Todesnähe war mit ihr verbunden,
sie sorgte für die ärgsten Stunden.

Sie konnte sein extremstens krass vulgär
und dazu noch penetrantest ordinär.
Sie bewirkte stets die ärgste Stimmung,
die sich erhöhte durch Verschlimmerung.
Pallas Athene hat sie so verwandelt,
Medusa hat zu erst sehr gut gehandelt.
Doch dann, in einem von Athenens Temple,
warn Medusa und Poseidon beim Liebesspiele.

Athenens Rache war so arg,
dass Medusas Grauen war nicht karg.
Ihr Schlangenhaar ward dicker und länger,
sodass selbst Zeus ward bang und bänger.
Heraushängend ward ihre lange Zunge,
ihr Atem kam aus ein` verräuchert` Lunge.
Krächzend ward ihr` gräßlich` Stimme
und verdüstert wurden ihre Sinne.

Ihr Anblick war so schlimm,
dass Menschen ward versteinert.
Medusa war erfüllt von Grimm
und Großes hatte sie verkleinert.
Heros Perseus wurd` ihr zum Verhängnis,
denn Polydektes, der König von Seriphos,
brachte Perseus in die engst` Verfängnis,
er sollte bringen Medusas Haupte groß.

Perseus hatte nachgestellt der Danaä,
Medusas Schwester, die wollt` Polydektes.
Da ward Polydektes krass zornig jäh,
denn von Perseus kam stets Fürchterliches.
Perseus sollte töten die Medusa,
die des Dramas krasse Ursach` wa`.
Perseus hat den Befehle ausgeführt,
Athenens Nähe hatte er gespürt.

Aus der tot` Medusa schoss das Pegasos,
ein Pferd mit massig derben Riesenflügeln.
Und Perseus bestieg das Mammutross,
ritt fort, getrieb` wie vom Wind der Schiffe Segeln.
Nicht Polydektes bracht` er Medusas Kopf
und ihrn toten, blutgen höllschen Schopf,
dauernd hatt` er künftig herb dabei,
wer sie sah, brach aus in angstvolles Schrei.



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 24.04.2021 - 26.04.2021
( Werk 249 )






 

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