Sabine Röhl

Sternennacht

Als du mit deinen Händen die Tasten des Klaviers berührst,
habe ich die Musik in meinem Herzen so intensiv gespürt.
Du spieltest auf dem Klavier der Träume eine leise Melodie,
gefühlvoll war der Klang, der mich verzauberte wie nie.
Ich sah in dir den Pianisten, der mich sprachlos macht,
du spieltest mit einer Leidenschaft das Stück, die Sternennacht.
Ich sah dir in die Augen, doch du konntest mich nicht sehen,
mit deiner Melodie konnte ich die Gefühle deines Herzens verstehen.
Du bist blind, aber deine Hände sind der Beweis, dass du mich liebst,
und du mir auf dem Klavier der Träume etwas Wunderbares gibst.
Es ist die Liebe zur Musik, sie hat uns zusammengebracht,
ich höre den Klang deines Herzens in der Sternennacht.

© Sabine Röhl

Das Gedicht: *Sternennacht* habe ich nach einer wahren Begebenheit geschrieben.
Meine Freundin Ingrid (89 Jahre) hat sich in einen blinden Pianisten verliebt.
Das Klavierstück von John Barry: *Instrumental Suite* hat mich zu diesem Gedicht
inspiriert. Sabine Röhl
Sabine Röhl, Anmerkung zum Gedicht

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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