Hanns Seydel

AN DIE LIEBE

"Feude schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium.
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, Dein Heiligthum."
( Anfang von Schillers Ode "An die Freude" )




In der Jugend warns die Mädchen,
die Eltern sahen nach dem Rechten.
Doch sie wissen, wenn die erste Lieb` erwacht,
Verständnis haben sie mit viel Bedacht.
Nach der Jugend kommt der Reife Frucht,
das Verspielte hat ergriff` die Flucht.
Um Beruf und Frau, es geht jetzt hehr,
man denket nicht mehr an gelesne Mär.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Fau wirkt ewig.

Auch die heutgen Alten waren einstens jung
und kennen noch ihrn frühren Schwung.
Ehrwürdig nunmehr alt geworden,
kenn` auch sie der Liebe Sorgen.
Denn immer gibt es Nebenbuhler,
um das schön` Geschlecht, es wird gekämpft.
Die Leidenschaft kann niemals werden kühler,
die Begeisterung wird nie gedämpft.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Der Kampf ist gewonnen,
die Frau ist errungen.
Im Lichte der gleißend` Sonnen
ist Eroberung gelungen.
Die Liebe macht sich nunmehr breit,
dem Hochgenuss sind Beid` geneigt.
An Erfüllung in den höchsten Tönen,
daran kann sich Jeder gern gewöhnen.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Die Lieb` zur Frau, sie wirket mächtig,
das Hochgefühl ist mehr als prächtig.
Es durchziehet Tag und Nacht
des Mannes Seele sanft und sacht.
Um die Frau, es wird gerungen,
es freut sich, Wem Erfolg gelungen.
Und um die Frau zu kämpfen,
danach strebet man nach Kräften.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Die Frucht der Liebe sind die Kinder,
durch ihre Freude fühlt man sich wie ein Erfinder.
Kinderspiele sind die Welt im Kleinen
und traurig sind wir, wenn das Kinde ist am Weinen.
Denn Kunststoffspielzeug ist zerbrechlich
und damit für das Kind betrüblich.
Doch durch Liebe haben wir Verständnis,
das Kind zu trösten ist kein Hindernis.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Die Jahrzehnte gehn vorüber,
Frühres geht sehr oft hinüber.
Doch wertvoll ist Erinnerung,
die bleibt in der Besinnung.
Die Gedanken an die erste Lieb`,
unterstrichen von dem schönsten Trieb,
wirken stark im Nachhinein,
im Geiste leuchtet noch der einstge Schein.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Und wertvoll ergreifet die reife Liebe,
verrauscht ist Jugends heißest` Drang.
Genüsse gibt es derer Viele,
ein ruhger Strom, er kommt in Gang.
Das Ehepaar ist alt geworden,
doch die Liebe, sie ist nie gestorben.
Die Liebe, die am Anfang war,
auch im Alter wird nicht rar.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig.

Und im Alltag ist die Liebe wirksam,
der fühlend` Mann sieht Schönstes immer.
Sein` allertiefst` Empfindung kennet keinen Gram,
bei ihm dämmert stets der Liebe Schimmer.
Er denket an sein` Frau und die gemeinsam` Liebe,
es ist für ihn das Schönste in sei`m Lebe`.
Sein` Überzeugung bleibet immer fest,
und die ist am Ende stets der wertvoll` Rest.

Die Liebe zur Frau wirkt ewig,
die Liebe zur Frau wirkt ewig !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 30.04.2021 - 05.05.2021
( Werk 254 )



"Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu seyn,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein."
( aus Schillers Ode "An die Freude" )





 

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