Patrick Rabe

Der Gestörte

Der Gestörte

 

Unten.

Unten.

Unten.

Untergetaucht

in den Untergang im Führerbunker,

den Penis ejakulierend

in Eva Brauns Mund gesteckt

wie einen reinrassigen Davidoff-Zigarillo

mit Schäferhundaroma,

als hinkender Sabbererchinese,

vergessen

in den endlosen Gängen unter Berlin,

mit malligem, alligem Gehirn,

das der Gnackinger zerknetet,

mit blauen Tabletten aufgedunsen,

und von meinem störenden Karma befreit hat,

während Dr. Mabuse

hektisch seine Notizblätter

mit Bibelzitaten vollschreibt,

die oberirdisch

Werbereklamen ohne Sinn

und Protokolle über Verbrechen,

die ich nie begangen habe, ergeben.

 Mit Muselmanenminze gesüßt

gießt Gnackinger die schönen Momente

meines Wahnsinns

schreiend seiner Heidrun griechisch in den Kopfarsch,

und röhrt sich selbst als bleiches Chinesengespenst

als falsche Zahlen

für Entlassungsdaten, die es gar nicht gibt

an die Terminkalender

für die Puppenärzte mit den wackelnden Fingern

in der vor Angst zitternden Irrenanstalt Rindermaut.

Man nennt mich dort den „Gestörten“.

Das ist meine offizielle Diagnose.

 

 

© by Patrick Rabe, 6. Mai, 2021, Hamburg.

 

Ob die „Rindermaut“ bereits erhoben wurde, weiß ich nicht.

Es ist ein Wortspiel und ein Hinweis auf die Psychiatrie Ochsenzoll.
Und bitte keine Angst. Ich bin nicht in der Psychiatrie.

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